Zum ersten Mal beim Zahnarzt

Wer Kinder gut auf den Besuch beim Zahnarzt vorbereitet, trägt dazu bei, dass sie später keine Angst haben. (Foto: Sergey Nivens/Fotolia)
Wer Kinder gut auf den Besuch beim Zahnarzt vorbereitet, trägt dazu bei, dass sie später keine Angst haben. (Foto: Sergey Nivens/Fotolia)

Wie Kleinkinder die zahnärztliche Untersuchung entspannt erleben

(dbp/spo) Würde man eine Hitliste seiner liebsten Freizeitbeschäftigungen aufstellen, käme der Gang zum Zahnarzt darin sicher nicht vor. Dennoch: Die regelmäßige Kontrolle ist wichtig, damit die Zähne lange gesund bleiben. Das gilt auch für Kleinkinder, die so früh wie möglich an Besuche beim Zahnarzt gewöhnt werden sollten.

Eltern, die sich mit Grauen an den ersten Friseurtermin mit dem Nachwuchs erinnern, an lautstarkes Geschrei und wütendes Gefuchtel, scheuen sich womöglich davor, Ähnliches beim Zahnarzt zu erleben. Das muss allerdings nicht sein, wenn das Kind frühzeitig mit der Praxis vertraut gemacht wird. Ideal ist es, die Kleinen bei eigenen Kontrollterminen mitzunehmen. So lernen sie die Praxis kennen und werden mit Abläufen und Geräten vertraut – ganz ohne negatives Erlebnis.

Beratung zu Zahnpflege und Ernährung

Sobald die Frontzähne durchgebrochen sind – spätestens aber, wenn alle Milchzähne da sind, ist es Zeit für den ersten eigenen Zahnarzttermin, sagt die Bundeszahnärztekammer. Dabei geht es vor allem darum, Eltern und Kinder über die richtige Zahnpflege und eine zahngesunde Ernährung zu informieren. Darüber hinaus klärt der Zahnarzt über weitere schädliche Einflüsse auf: zum Beispiel zu langes Schnullern und Daumenlutschen oder das ständige Nuckeln an einer Flasche mit süßen Getränken.

Damit der erste Besuch entspannt abläuft, sollten Eltern und Kind gut ausgeruht und stressfrei in die Praxis kommen, rät der Bundesverband der Kinderzahnärzte. Unbedingt vermeiden sollte man es, im Vorfeld negative Zahnarztgeschichten zu erzählen – das gilt auch für Großeltern und Freunde. Formulierungen wie „Du musst keine Angst haben“ oder „Das tut sicher nicht weh“ seien ebenfalls fehl am Platz. So kommt das Stichwort „Angst“ nämlich überhaupt erst ins Spiel. Stattdessen lieber die Neugier wecken mit Sätzen wie: „Das wird sicher spannend, da gibt es viel zu entdecken.“ Zur Einstimmung gibt es auch zahlreiche Bilderbücher rund um den Zahnarztbesuch.

Nicht mit dem Zahnarzt drohen

Der Zahnarzt sollte von Anfang an positiv besetzt sein, deshalb sollte auf keinen Fall mit ihm gedroht werden, falls das Kind sich seine Zähne nicht putzen lassen will. Auch wer vor dem Zahnarztbesuch Belohnungsgeschenke verspricht, tut sich laut dem Verband der Kinderzahnärzte keinen Gefallen, sondern setzt das Kind unnötig unter Druck.

In der Praxis ist es dann wichtig, Zeit mitzubringen, damit die Kleinen alles ausgiebig entdecken können. Zudem müssen die Behandler versuchen, eine Beziehung zu ihrem kleinen Patienten aufzubauen. Damit das gut funktioniert, sollten sich die Eltern eher im Hintergrund halten.

Wer sicher gehen will, dass der Zahnarzt im Umgang mit Kindern Erfahrung hat, kann sich an einen spezialisierten Kinderzahnarzt wenden. Diese haben ihre Praxen meist kindgerecht gestaltet und arbeiten unter anderem mit Stofftieren, Ablenkungsvideos oder kleinen Spielzeugen aus der „Schatzkiste“.