Zu viele Kopfbälle schaden dem Hirn

Fußballer besitzen angeblich weniger kognitive Fähigkeiten als Nicht-Fußballer. (Foto: Dusan Kostic / Fotolia)
Fußballer besitzen angeblich weniger kognitive Fähigkeiten als Nicht-Fußballer. (Foto: Dusan Kostic / Fotolia)

(dbp/spo) Wer in seinem Fußballerleben zu viel geköpft hat oder zu oft mit den Köpfen gegnerischer Spieler zusammengeprallt ist, leidet unter Aufmerksamkeitsdefiziten.

Das ist zumindest das Ergebnis einer kroatischen Studie, die beim 1. Kongress der European Academy of Neurology in Berlin präsentiert wurde. Das Forscherteam hatte bei 70 Nicht-Fußballern und gleich vielen Spielern einer Alt-Herren-Liga kognitive Tests durchgeführt. Geprüft wurden zum Beispiel das Reaktionsvermögen, die Aufmerksamkeit und die Entscheidungsfindung.

Fußballer schneiden in Tests schlechter ab

Die Nicht-Fußballer schnitten den Angaben zufolge vor allem bei jenen Tests besser ab, bei denen es um eine schnelle Reaktion ging und die eine längere Aufmerksamkeit verlangten. Die Fußballer hinkten bei fast allen Tests hinterher – außer wenn es darum ging, schnell Entscheidungen zu treffen.

Auch die Gehirne der Probanden wurden unter die Lupe genommen. Bei den Fußballern stellten die Wissenschaftler in der Elektroenzephalographie (EEG) Veränderungen im Stirn-Schläfenbereich fest. Die leichten, wiederkehrenden Gehirnerschütterungen, denen das Gehirn beim Fußballspielen ausgesetzt ist, rächen sich also offenbar.