Zinkstatus im Körper beeinflusst auch Herzgesundheit

Der tägliche Zinkbedarf liegt beim Menschen zwischen 7 und 10 mg. Emmentaler-Käse enthält etwa 4,5 mg Zink je 100 Gramm. Also öfter mal ein Käsebrot essen. (Foto: Fotolia / womue)
Der tägliche Zinkbedarf liegt beim Menschen zwischen 7 und 10 mg. Emmentaler-Käse enthält etwa 4,5 mg Zink je 100 Gramm. Also öfter mal ein Käsebrot essen. (Foto: Fotolia / womue)

(dbp/fru) Zink ist ein lebenswichtiges Spurenelement. Es beeinflusst in unserem Körper nicht nur wichtige Stoffwechselfunktionen, sondern auch in hohem Maße unsere Herzgesundheit.

Das bestätigte jetzt eine Studie der Technischen Universität München (TUM), die einen Zusammenhang des Gesamtgehaltes an Zink im Körper und der Gesundheit des Herzens nachweisen konnte. Dass schwerer Zinkmangel mit klinischen Symptomen den Zellstress erhöht, wurde bereits belegt. Nun haben sich die Forscher der TUM das Herz als Studienobjekt vorgenommen, da dieser Muskel aufgrund seiner hohen Stoffwechselaktivität für oxidativen Stress besonders anfällig ist. Oxidativer Stress entwickelt sich, wenn in der Zelle mehr freie Radikale gebildet werden als durch Antioxidantien wie beispielsweise Vitamin E abgefangen werden können. Tritt oxidativer Stress auf, ist womöglich ein Zinkmangel vorhanden, der sich am Herzmuskel ablesen lässt.

Zinkstatus steuert den oxidativen Stress

In der Studie wurde jungen Ferkeln für wenige Tage das Nahrungszink in unterschiedlichem Ausmaß vorenthalten. So konnten die Wissenschaftler nachvollziehen, wie sich ein schwindendes Zinkdepot auf den Herzmuskel der Tiere auswirkt. Laut Erstautor Daniel Brugger vom Lehrstuhl für Tierernährung der TU München konnte der Organismus der Tiere den entstandenen Zinkmangel nicht mehr ausgleichen, obwohl die Tests nur über wenige Tage liefen. Zudem versuchte das Herz im weiteren Verlauf den Zinkmangel zu kompensieren: „Nach der ersten Phase, in der sich eine Reduktion des Herzzinkgehaltes zeigte, steuerte der Herzmuskel gegen und erhöhte den Zinkgehalt wieder auf das Ausgangsniveau. Dies geschieht allerdings zulasten der Zinkgehalte in anderen Organen – allen voran der Leber, Niere und des Pankreas“, so Brugger weiter. Noch nicht veröffentlichte Daten zeigen zudem, dass daraufhin beispielsweise in der Leber subklinische Entzündungen aufgrund des dort einsetzenden Zinkmangels auftreten. Um dies zu bestätigen, sind weitere Studien notwendig.

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