Wie gesund sind Kartoffeln?

Kartoffelschalen enthalten das natürliche Eigengift Solanin. Es ist deshalb empfehlenswert, Ofenkartoffeln vor dem Verzehr zu schälen. (Foto: kab-vision / Fotolia)
Kartoffelschalen enthalten das natürliche Eigengift Solanin. Es ist deshalb empfehlenswert, Ofenkartoffeln vor dem Verzehr zu schälen. (Foto: kab-vision / Fotolia)

(dbp/fru) Grundsätzlich ist gegen die Kartoffel nichts einzuwenden. Sie hat eine hohe Nährstoffdichte und der Stärkegehalt sowie die hohe biologische Wertigkeit des enthaltenen Proteins machen dieses Nachtschattengewächs zu einem bedeutenden Lebensmittel.

Die Knolle enthält kaum Fett und nur wenig Kalorien, dafür aber jede Menge Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt ausdrücklich den Verzehr von Kartoffeln als Teil einer vollwertigen Ernährung.

Kartoffelschalen enthalten ein natürliches Gift

Bei allen Vorteilen sollte man beim Verzehr von Kartoffeln darauf achten, dass die Schale entfernt wird. Denn hier verbirgt sich ein natürliches Gift der Pflanze, das sie gegen Fraßfeinde, Pilzbefall und Insekten schützt. Das sogenannte Solanin kommt auch in den Augen und Keimen der Kartoffel vor und kann Vergiftungssymptome wie Kopfschmerzen, Durchfall oder Erbrechen auslösen. Hierfür müsste jedoch die Konzentration von Solanin einen Wert von ca. 40 mg/100 g Kartoffel erreichen. Erlaubt ist bei kommerziell angebotenen Kartoffeln hierzulande ein Höchstwert von ca. 20 mg/100 g Kartoffel.

Nach dem Schälen sind nur noch 5-10 % des ursprünglichen Solaningehalts in der Kartoffel zu finden. Insbesondere Kinder sollten deshalb nur geschälte Kartoffeln essen. Da Kartoffeln nach der Ernte in der Regel zusätzlich mit Keim- oder Schimmelhemmungsmitteln behandelt werden, ist ein Schälen sowieso empfehlenswert. Bio-Kartoffeln dürfen übrigens nicht mit chemischen Keim- und Schimmelhemmungsmitteln behandelt werden.