Wichtige Anlaufstellen für die Müttergenesung

Die Beraterinnen für Müttergenesung helfen bei der Antragstellung für eine Mutter-Kind-Kur. (Foto: KAG Müttergenesung Köln)
Die Beraterinnen für Müttergenesung helfen bei der Antragstellung für eine Mutter-Kind-Kur. (Foto: KAG Müttergenesung Köln)

(dbp/fru) Es gibt viele Belastungen, mit denen Mütter im Alltag zu kämpfen haben: Erschöpfung, Selbstzweifel, Stress, Schlafstörungen und ständiger Zeitdruck sind nur einige davon.

Da verwundert es nicht, dass Mütter durch diese Belastungen schließlich auch krank werden können – und oft auch ihre Kinder.

Die Beratungsstellen der Müttergenesung sind für viele Hilfe suchende Frauen die erste Anlaufstelle, wo sie Unterstützung finden. Aber auch in Arztpraxen kann Müttern geholfen werden, die das Gefühl haben, ihren Alltag nicht mehr zu schaffen. Denn Mütter (und übrigens auch Väter) haben in solchen Fällen gesetzlichen Anspruch auf eine medizinische Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme. So wird meistens eine Kur für die Mutter oder auch gemeinsam für Mutter und Kind empfohlen.

Befriedigende Aufgabe

Für die Beraterinnen in den Anlaufstellen ist es eine große Freude, die Frauen im Vorher-Nachher-Vergleich zu erleben. „Am Anfang steht wirklich oft die Verzweiflung. Mütter wissen nicht, was mit ihnen los ist. Sie wissen nur, dass es so nicht weitergeht. Gemeinsam finden wir einen Weg und die verschiedenen Angebote richten die Frauen wieder auf. Wenn sie dadurch wieder zu ihrer Stärke zurückfinden, ist das für uns Beraterinnen eine sehr befriedigende Arbeit“, sagt Marlies Gemein, Geschäftsführerin und Beraterin der Katholischen Arbeitsgemeinschaft (KAG) Müttergenesung im Erzbistum Köln.

Ein solcher niederschwelliger Einstieg sei Teil der therapeutischen Kette aus Beratung, stationärer Vorsorge- und Reha-Maßnahme sowie Nachsorge. Wenn eine Mütterkur oder eine Mutter-Kind-Kur angebracht ist, unterstützen die Beraterinnen bei der Wahl der passenden Klinik und auch wenn es darum geht, bei der Krankenkasse den Antrag zu stellen. Und schließlich gilt es, nach einer Maßnahme die ggf. neu erlernten Techniken und Verhaltensweisen auch zu Hause zu integrieren und zu festigen.