Wer Stress hat, fühlt weniger Schmerzen

Stress auf der Arbeit kann die Schmerzgrenze erhöhen. (Foto: Cmon / Fotolia)
Stress auf der Arbeit kann die Schmerzgrenze erhöhen. (Foto: Cmon / Fotolia)

(dbp/spo) Menschen, die gerade geistig abgelenkt sind oder unter akutem Stress leiden, empfinden weniger Schmerzen.

Das ist das Ergebnis einer kleinen Mannheimer Studie, die beim 9. Kongress der Europäischen Schmerzföderation EFIC vorgestellt wurde.

Ein Forschungsteam des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit hatte 17 gesunden Testpersonen komplizierte Kopfrechenaufgaben und eine Suchaufgabe gestellt. Davor, danach und während sie die Aufgaben lösten, wurde gemessen, ab wann die Probanden einen Reiz als schmerzhaft empfanden, also die Schmerzschwelle erreicht ist. Außerdem wurde getestet, wann der Schmerz nicht mehr auszuhalten war.

Die Aufgaben bewirkten zum einen akuten Stress, zum anderen einfach eine geistige Ablenkung. Beides hatte zur Folge, dass sich das Schmerzempfinden veränderte. Sowohl die Schmerzschwelle als auch die Toleranzgrenze lagen höher als zuvor.