Wenn die „Zahnfee“ kommt

Gesunde Milchzähne sind die beste Voraussetzung dafür, dass auch die späteren Zähne gesund sind. Deshalb so früh wie möglich anfangen, Zähne zu putzen. (Foto: proDente e.V. / Kierzkowski)
Gesunde Milchzähne sind die beste Voraussetzung dafür, dass auch die späteren Zähne gesund sind. Deshalb so früh wie möglich anfangen, Zähne zu putzen. (Foto: proDente e.V. / Kierzkowski)

(dbp/fru) Wenn Babys etwa ein halbes Jahr alt sind, bekommen sie in der Regel auch ihre ersten Milchzähne – meistens sind es die unteren Schneidezähne, wenig später gefolgt von den oberen Schneidezähnen.

So geht das dann weiter bis alle Milchzähne durch sind. „Ein komplettes Kindergebiss besteht aus 20 Zähnen, je 10 im Ober- und im Unterkiefer. Pro Kiefer wachsen dem Kind 4 Milchschneidezähne, 2 Milcheckzähne und 4 Milchbackenzähne (Molaren)“, erklärt die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) auf Ihrem Internetportal.

Die zweite Garnitur

Zwischen dem sechsten und dem 12. Lebensjahr kommt jedoch bei jedem Kind die „Zahnfee“ vorbei und nimmt die Milchzähne wieder mit. „Der erste Wackelzahn fällt gleich auf. Meistens haben aber Kinder und Eltern noch gar nicht bemerkt, dass bereits der Sechs-Jahr-Molar mit seiner großen, gefurchten Kaufläche hinter der Milchzahnreihe durchgebrochen ist“, erläutert Dirk Kropp von proDente. Der Backenzahn stabilisiert und erweitert den Seitenzahnbereich des Kindes, in dem die größten Kaukräfte auftreten.

Grundsätzlich läuft der Zahnwechsel in zwei Abschnitten ab. Zwischen dem sechsten und achten Lebensjahr wechseln alle Schneidezähne oben und unten und es kommt der erste bleibende Backenzahn. In der zweiten Zahnwechselphase nach etwa ein bis zwei Jahren kommt die zweite Garnitur der kleinen Backen- und Eckzähne durch und zum Schluss noch der zweite große Backenzahn. Die zweite Zahnwechselphase ist dann mit 11 bis 14 Jahren abgeschlossen.

An diesem recht großen Zeitraum kann man auch erkennen, dass der Zahnwechsel sehr individuell abläuft. „Ein verspätetes Zahnen bei Kleinkindern oder eine ungewöhnliche Reihenfolge beim Zahndurchbruch sind für Eltern kein Grund, beunruhigt zu sein“, heißt es auf dem Portal proDente. Es sei jedoch wichtig, regelmäßige Zahnarztbesuche mit dem Kind abzuhalten, damit der Zahnarzt die Gebissentwicklung kontrollieren und bei Fehlentwicklungen rechtzeitig eingreifen kann.