Wenn die Hormone verrücktspielen

Die klassische Homöopathie kann auch bei Wechseljahresbeschwerden helfen. (Foto: Fotolia / Kautz15)
Die klassische Homöopathie kann auch bei Wechseljahresbeschwerden helfen. (Foto: Fotolia / Kautz15)

Naturheilkunde kann in den Wechseljahren die Beschwerden lindern.

(dbp/fru) Der Zyklus der Frau wird von den weiblichen Sexualhormonen Östrogen und Gestagen gesteuert. Diese werden in den Eierstöcken gebildet. Mit Beginn der Wechseljahre nimmt die Produktion dieser Hormone jedoch deutlich ab. Dieses Ungleichgewicht im Hormonhaushalt erleben Frauen sehr unterschiedlich. Bei etwa einem Drittel verursacht dies keine Probleme, bei einem Drittel kann es zu leichten Beschwerden kommen und ein Drittel plagen starke Wechseljahresbeschwerden, die auch die Lebensqualität einschränken können.

Unterschiedliche Behandlungsmethoden

Frauen, die von Wechseljahresbeschwerden betroffen sind, stehen unterschiedliche Behandlungsmethoden zur Verfügung. Bei der Hormonersatztherapie (HRT), die nur in Absprache mit dem Frauenarzt erfolgen kann, wird versucht, den entstandenen Hormonmangel künstlich auszugleichen. Dadurch sollen Wechseljahresbeschwerden wie nervöse Unruhe, Hitzewallungen, Schlafstörungen und andere typische Symptome ursächlich behandelt werden. Diese Behandlungsform ist zwar wirksam, kann jedoch laut Krebsinformationsdienst das Risiko für Brustkrebs erhöhen, weshalb eine individuelle Therapieplanung mit der niedrigsten effektiven Dosis und eine jährliche Nutzenbewertung anzuraten ist.

Schonender als eine Hormonersatztherapie ist die Phytotherapie. Sie beruht auf der Einnahme von Phytoöstrogenen, also pflanzlichen Östrogenen, die zum Beispiel in Sojaprodukten und Hülsenfrüchten vorhanden sind. Zudem können sie auch aus Rotklee und der Traubensilberkerze gewonnen werden. Aber auch pflanzliche Arzneimittel sehen Fachleute heutzutage etwas kritischer und weisen darauf hin, dass die Anwendung vor allem für Frauen in und nach den Wechseljahren nicht ohne Risiko ist. Zudem können Frauen bei Wechseljahresbeschwerden auf eine Vielzahl von Therapieformen aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) zurückgreifen. Hier kommen insbesondere Akupunktur und chinesischer Heilkräuter zur Anwendung.

Mit Kügelchen gegen Wechseljahresbeschwerden

Die klassische Homöopathie erfreut sich immer größerer Beliebtheit, gilt sie doch richtig angewendet als sehr schonendes und nebenwirkungsfreies Verfahren. Auch bei Wechseljahresbeschwerden kommt sie immer häufiger zum Einsatz. Hier werden Substanzen wie Tollkirsche (Belladonna), kanadische Blutwurzel (Sanguinaria canadensis), Tintenfischtinte (Sepia officinalis) oder Schwefel (Sulphur) verwendet.

Auch gegen Depressionen als Folge der Wechseljahre kann die klassische Homöopathie helfen. Hier gilt in jedem Falle, dass nur erfahrene Homöopathen die  Behandlung durchführen sollten. Dabei geht es nicht nur um die Verabreichung der homöopathischen Mittel, sondern um die Patientin als Ganzes. Deshalb muss im Vorfeld auch eine gründliche Anamnese erfolgen, damit nicht nur die offensichtlichen Symptome abgeklärt werden, sondern auch beispielsweise psychische Aspekte in der aktuellen Lebenssituation der Patientin.

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