Wenn das Wunschkind nicht kommen will

Schon wieder ist der Schwangerschaftstest negativ und die biologische Uhr tickt weiter. (Foto: gigi1807 / Fotolia)
Schon wieder ist der Schwangerschaftstest negativ und die biologische Uhr tickt weiter. (Foto: gigi1807 / Fotolia)

Alternative Behandlungsmethoden bei ungewollter Kinderlosigkeit

(dbp/auh) Sie sind „guter Hoffnung“, sagt man über schwangere Frauen. Doch Hoffnung kann auch zur Bürde werden. Dann, wenn Frauen sich ein Kind wünschen, wenn sie Monat für Monat auf das Ausbleiben der Periode warten, aber einfach nicht schwanger werden. Oder, wenn sie eine begonnene Schwangerschaft nicht austragen können, weil sie wiederholt Fehlgeburten erleiden, für die kein Arzt eine medizinische Ursache findet. Der unerfüllte Kinderwunsch kann zur existenziellen Krise für die Frau werden und zu einer bedrohlichen Zerreißprobe für die Partnerschaft.

Sind medizinische Ursachen der scheinbaren Unfruchtbarkeit bei Frau und Mann ausgeschlossen, und besteht der Kinderwunsch weiter, gibt es mehrere Wege für das ungewollt kinderlose Paar. In der Regel geht der erste Gedanke in Richtung Kinderwunschklinik. Eine andere Möglichkeit ist, psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Denn auch Verkrampfungen, die keine organischen Ursachen haben, können dazu führen, dass sich kein Nachwuchs einstellt.

Wer sich lieber auf die Suche nach alternativen Behandlungsformen macht, wird rasch fündig. Von A wie Amalgamfüllungen entfernen bis Z wie Zinkpräparate einnehmen findet man viele Methoden, die aus verschiedenen Richtungen kommen, zum Beispiel der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie), der orthomolekularen Medizin, der Homöopathie oder der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).

Einige wichtige Heilpflanzen, die in der Phytotherapie für die Kinderwunschbehandlung eingesetzt werden, sind Mönchspfeffer, Frauenmantel und die wilde Yamswurzel. Während dem Frauenmantel eine durchblutungsfördernde Wirkung zugeschrieben wird, greifen Mönchspfeffer und Yamswurzel in den Hormonhaushalt ein.

Innerhalb der TCM nimmt die Akupunktur – zumindest in der westlichen Welt – einen herausragenden Stellenwert ein. Hebammen behandeln Schwangere schon lange mit Akupunktur, da nimmt es nicht Wunder, dass auch bei Kinderlosigkeit die Akupunktur zum Einsatz kommt. Sie begleitet in einigen Kliniken den Prozess der künstlichen Befruchtung, um die Erfolgsrate zu steigern, und kann sowohl bei der Frau als auch beim Mann angewendet werden.

Weniger weit verbreitet ist die Bioresonanztherapie, die hauptsächlich von Heilpraktikern angewendet wird. Dabei werden mit einem speziellen Gerät elektromagnetische Schwingungen des Patienten gemessen. Das Messgerät erkennt störende Schwingungen, wandelt diese um und leitet die Gegenschwingungen wieder zu.

Für alle sogenannten alternativen Behandlungen gilt, dass sie nur in die Hände von erfahrenen Ärzten, Heilpraktikern oder Therapeuten gehören. Eine Selbstmedikation von pflanzlichen Wirkstoffen birgt bei längerer oder hochdosierter Einnahme große Risiken, auch wenn solche Präparate rezeptfrei erhältlich sind. Insbesondere Phytohormone, also solche Pflanzen, die in den Hormonhaushalt eingreifen, sind nur mit Vorsicht zu genießen.