Weniger Antibiotika dank Pneumokokken-Impfung

Die Impfung gegen Pneumokokken schützt vor gefährlichen Infektionen. (Foto: Dan Race / Fotolia)
Die Impfung gegen Pneumokokken schützt vor gefährlichen Infektionen. (Foto: Dan Race / Fotolia)

(dbp/auh) Seit Einführung neuer Impfstoffe gegen Pneumokokken bekommen Kinder aller Altersgruppen deutlich weniger Antibiotika-Verordnungen.

Die Lungenärzte des Bundesverbands der Pneumologen (BdP) beziehen sich bei dieser Mitteilung auf eine Studie aus den Niederlanden, in der die Anzahl der gegen Atemwegsinfekte verordneten Antibiotika vor und nach der Einführung zweier neuer Impfstoffe gegen Pneumokokken in den Jahren 2006 und 2011 verglichen wurde. „Die Studie zeigt sehr schön, dass die zur Verfügung stehenden Pneumokokken-Impfstoffe Atemwegserkrankungen nicht nur bei den geimpften Kindern effektiv verhindern, sondern auch generell die Anzahl der kursierenden Pneumokokken-Erreger verringern, so dass alle Altersgruppen von diesem Schutzeffekt profitieren“, betont Dr. Andreas Hellmann, Vorsitzender des BdP unter www.lungenaerzte-im-netz.de.

Nach mehrjährigen Impfungen kommt es zu einer sogenannten Herdenimmunität, die sich auch in einem geringeren Antibiotikaverbrauch niederschlägt. Das sei erfreulich, vor allem im im Hinblick auf die Notwendigkeit, den übermäßigen und unkritischen Einsatz von Antibiotika zu drosseln, da sich ansonsten immer mehr Resistenzen entwickeln.

In Deutschland wird die Pneumokokken-Impfung allen Säuglingen ab zwei Monaten sowie allen Erwachsenen ab 60 Jahren empfohlen.