Welche Brille passt am besten?

Welche Brille passt am besten?

Wer eine neue Fassung auswählt, sollte sie auf seine Gesichtszüge abstimmen.

(dbp/spo) Auffällig dicke Nerd-Brillen, dezente randlose Fassungen, kleine eckige Gläser, große runde oder geschwungene Formen: Die Brillenauswahl beim Augenoptiker erscheint endlos. Kein Wunder, dass manche Kunden ratlos vor den Regalen stehen. Allerdings lässt sich die Suche nach der perfekten Brillenfassung leicht eingrenzen, denn nicht jede Fassung passt zu jedem Gesicht.

Bei der Brillenwahl sollte man sich also nicht nur vom Geschmack leiten lassen, sondern sein Gesicht zunächst einmal aufmerksam im Spiegel betrachten. Ist die Nase lang oder kurz, schmal oder breit? Sind die Augenbrauen gerade oder geschwungen? Welche Gesichtszüge sollten betont oder besser kaschiert werden? All das sind Fragen, die für die Wahl der Brillenfassung wichtig sind.

Augenabstand und Augenbrauen

Eine Grundregel lautet: Die ideale Brille ist genauso breit wie das Gesicht. Nicht schmaler, nicht größer. Das sagen die Stylingexperten des Kuratoriums Gutes Sehen (KGS). Außerdem sollten die Pupillen immer mittig hinter dem Glas zu sehen sein. Sitzen die Gläser zu weit oben oder unten, wirkt die Brille schnell so, als hätte man sie mal eben vom Nachbarn geliehen.

Achten sollte man beim Brillenkauf auch darauf, wie die Fassung mit den Augenbrauen harmoniert. So sollte der obere Fassungsrand möglichst den gleichen Schwung wie die Augenbrauen haben und diese auf keinen Fall verdecken. Riesengläser, die über den Brauen liegen, sind nur bei Sonnenbrillen erlaubt.

Ein wichtiger Faktor: die Nase

Ein Körperteil, den man bei der Brillenwahl ebenfalls nicht ignorieren darf, ist die Nase. Eine gut gewählte Brille kann nämlich ungeliebte Nasenformen geschickt kaschieren. So lenken zum Beispiel auffällige, markante Fassungen mit großen Gläsern von einer sehr großen Nase ab. „Je markanter die Nase, desto markanter darf die Brillenfassung sein“, so die Regel der KGS-Experten. Filigrane randlose Fassungen oder kleine Gläser hingegen lassen eine auffällige Nase noch stärker in den Vordergrund treten.

Ein tief liegender Steg zwischen den Brillengläsern verkürzt optisch sehr lange Nasen. Andersherum wirken kleine Stupsnasen durch hohe, dünne Stege länger. Ist der Steg nach oben gebogen, sehen breite Nasenrücken etwas schmaler aus.

Auch bei den Augen kann die richtige Brille kleine Unstimmigkeiten ausgleichen. Wer zum Beispiel weit auseinanderliegende Augen hat, sollte eine Fassung mit einem breiten, dunklen Steg in der Mitte wählen – dieser verkürzt den Augenabstand optisch. Eng stehende Augen werden am besten von einer Fassung mit auffällig breiten Backen umschmeichelt (die Backe ist der äußere Teil zwischen Bügelscharnier und Brillenglas).

Natürlich sollte die Brillenfassung beim ersten Aufsetzen auch schon gut passen. So dürfen die Wimpern zum Beispiel nicht an den Gläsern anschlagen und die Fassung sollte nicht zu locker auf der Nase sitzen. Ebenso laufen die Bügel idealerweise weder zu eng noch zu locker am Kopf vorbei. Zwar muss jede Brille vom Optiker noch an die Kopfform angepasst werden, allerdings ist das nur begrenzt möglich.