Was man bei der Mundhygiene beachten sollte

Zahnbürste, Zahnseide und Zungenschaber helfen bei der Erhaltung der Mundgesundheit. (Foto: Ramona Heim / Fotolia)
Zahnbürste, Zahnseide und Zungenschaber helfen bei der Erhaltung der Mundgesundheit. (Foto: Ramona Heim / Fotolia)

Der Grundstein für ein strahlendes Lächeln wird in den eigenen vier Wänden gelegt.

(dbp/fru) Eine gute Mundhygiene ist ausschlaggebend für die Vorbeugung von Erkrankungen der Zähne und des Zahnhalteapparats, also Karies, Parodontitis (Zahnbettentzündung), Gingivitis (Zahnfleischentzündung) und Halitosis (Mundgeruch). Für eine optimale Mundhygiene kann man selbst am meisten tun – und zwar zu Hause.

Morgens und abends etwas Zeit investieren

Dass morgens und abends richtiges Zähneputzen wichtig ist, lernt jedes Kind. Dazu gehören die richtige Zahnbürste, die richtige Zahnpasta und die richtige Putztechnik. Hier können aber schon die ersten Fehler passieren. Man wählt eine zu harte Zahnbürste, nicht ausreichend fluorisierte Zahnpasta oder putzt zu kurz. Es wird empfohlen, jeden Zahn intensiv zu putzen und für das komplette Gebiss circa drei Minuten Zeit zu investieren. Dabei sollen fegende und rüttelnde Bewegungen durchgeführt werden, die das Zahnfleisch schonen und bakteriellen Zahnbelag optimal entfernen.

Auch die beste Putztechnik reicht jedoch für manche Zwischenräume nicht aus. Deshalb empfehlen Zahnärzte den täglichen Einsatz von Zahnseide – für große Abstände gibt es auch sogenannte Interdentalbürsten. Beides sollte eigentlich noch vor dem Putzen mit der Zahnbürste erfolgen, damit anschließend das Fluorid aus der Zahncreme auch in die Zwischenräume gelangt.

Da die meisten Bakterien auf der Zunge sitzen und Mundgeruch auslösen können, gibt es als zusätzliche Hilfsmittel für die Mundhygiene Zungenreiniger, Mundduschen und Mundspülungen. Sie können das Zähneputzen nicht ersetzen, allerdings können Spülungen Plaque-Bakterien abtöten und teils auch Entzündungen lindern. Spezielle flache Zungenreiniger vermindern zudem Zungenbeläge – dies hat auch die Stiftung Warentest bestätigt. Bleiben Verfärbungen oder der unangenehme Mundgeruch trotz gründlicher Hygiene erhalten, sollten Betroffene zum Zahnarzt gehen.

Unterstützung vom Profi

Die professionelle Zahnreinigung (PZR) ist kein Ersatz für die Zahnpflege zu Hause, sondern eine sinnvolle Ergänzung. Sie wird in der Regel von einer Zahnmedizinischen Prophylaxeassistentin durchgeführt. Der erste Behandlungsschritt ist das Sichtbarmachen von eventuellen Schwachstellen der häuslichen Zahnpflege. Dazu werden Zähne mit einer Farbe behandelt, die nur auf den Belägen haftet. Beim Blick in den Spiegel sieht der Patient genau, welche Partien zu Hause zukünftig besser gereinigt werden müssen. Sind beispielsweise eher die Zahnzwischenräume betroffen, so wird die Expertin nochmals den richtigen Umgang mit Zahnseide oder Interdentalbürstchen zeigen. Anschließend werden Zahnstein und Beläge mit Handinstrumenten abgetragen, bevor mit Ultraschall oder Pulver-Wasserstrahlgeräten alles bis in den kleinsten Winkel gereinigt wird. Dabei verschwinden auch viele Verfärbungen.

Eigentlich müssten die Zähne nach jeder Mahlzeit gereinigt werden. Weil das aber oft nicht möglich ist, sollten zumindest die Speisereste immer gründlich mit Wasser ausgespült und ein Zahnpflegekaugummi gekaut werden. Das liefert zudem einen frischen Geschmack für zwischendurch.