Warum Schokolade glücklich macht

Schokolade kann den Serotoninspiegel erhöhen - und das Körpergewicht. (Foto: Bilderbox)
Schokolade kann den Serotoninspiegel erhöhen - und das Körpergewicht. (Foto: Bilderbox)

(dbp/auh) Gibt es tatsächlich Nahrungsmittel, die der Seele gut tun?

Diese Frage beantwortet Daniela Krehl, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bayern. „Schwermütigen Menschen mangelt es häufig an dem Botenstoff Serotonin“, erklärt Krehl. Allerdings: Serotonin, das über die Nahrung aufgenommen wird, habe keinerlei Auswirkungen auf die Laune, weil es die sogenannte Blut-Hirn-Schranke nicht passieren kann. Über den Umweg Tryptophan plus Kohlenhydrate könne man aber tatsächlich den Serotoninspiegel anheben.

Die Autorin Dr. Andrea Flemmer erklärt in ihrem Buch „Nervennahrung“ genau, wie das funktioniert: Nimmt man Kohlenhydrate zu sich, wird Insulin ausgeschüttet. Dieses Hormon bewirkt, dass Tryptophan aus dem Blut ins Gehirn aufgenommen werden kann. Dadurch wird die Serotoninbildung gesteigert.

Das erklärt den Wohlfühleffekt von Nudeln mit Käse, Milch mit Honig oder eben auch Schokolade. Dr. Flemmer: „Sie enthält nicht viel, aber eben doch Tryptophan. Durch den ebenfalls enthaltenen Zucker wird die Aminosäure in Serotonin umgewandelt. Die Folge ist eine positive Stimmung.“

Doch Vorsicht, warnt Daniela Krehl: Diese Art von „Mood Food“ hat es auch kalorisch in sich. Und Übergewicht macht definitiv nicht glücklich.