Wachstumsschmerzen von Rheuma unterscheiden

Bei Drei- bis Fünfjährigen können Wachstumsschmerzen auftreten. (Foto: Bilderbox)
Bei Drei- bis Fünfjährigen können Wachstumsschmerzen auftreten. (Foto: Bilderbox)

(dbp/cwr) Wachstumsschmerzen bei Kindern sind nichts Schlimmes.

Vermuten Eltern, dass sie bei ihrem Kind auftreten, sollten sie ihren Nachwuchs dennoch einem Kinder- und Jugendarzt vorstellen. Dazu rät der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Der Arzt kann zweifelsfrei feststellen, dass keine andere Erkrankung, zum Beispiel Rheuma, dahinter steckt.

„Typisch für Wachstumsschmerzen ist, dass sie meist abends oder nachts auftreten“, sagt Professor Hans-Jürgen Nentwich, ehemaliges Vorstandsmitglied des BVKJ. Er empfiehlt, die Schmerzen durch Massagen, Dehnübungen, warme Umschläge oder ein warmes Bad zu lindern. Wenn es nicht anders geht, könne auch ein Schmerzmittel verabreicht werden.

Seien die Jungen und Mädchen dagegen nach dem Aufstehen unbeweglich und steif, deute das auf eine rheumatische Erkrankung hin. Wenn schon ganz Kleine unter dieser Krankheit leiden, wollen sie häufig morgens getragen werden, obwohl sie bereits laufen können. Auch geschwollene und warme Gelenke deuten darauf hin. In diesem Fall sei es unumgänglich, den Facharzt aufzusuchen, so Nentwich. „Eine frühe Erkennung und Behandlung ist besonders wichtig, um Gelenkschäden zu vermeiden“, erklärt der Arzt.

Wachstumsschmerzen treten gehäuft im Alter zwischen drei und fünf und zwischen acht und zwölf Jahren auf. Was sie auslöst, wissen sie Ärzte selbst nicht genau. Sie vermuten, dass sie mit dem Körperwachstum, mit Belastungen am Tag oder mit der Entwicklung des Nervensystems zusammenhängen. Andere Theorien sehen die Ursache eher im hormonellen Bereich.