Wachsen, epilieren, lasern

Eine glatte, haarlose Haut gilt für viele Frauen als Schönheitsideal. (Foto: Fotolia / blackday)
Eine glatte, haarlose Haut gilt für viele Frauen als Schönheitsideal. (Foto: Fotolia / blackday)

Wie gelingt die dauerhafte Haarentfernung?

(dbp/fru) Die Akzeptanz von Körperbehaarung ist in den jeweiligen Kulturkreisen unterschiedlich. Gerade bei der Mehrheit der Frauen gilt in heutiger Zeit eine glatte, haarlose Haut als Schönheitsideal. Raue Stoppeln an den Beinen, eine behaarte Bikinizone oder gar Bartansätze an Oberlippe und Kinn sind daher wahre Ärgernisse für körperbewusste Frauen. Teilweise leiden Frauen auch psychisch darunter. Und so hat sich in den letzten Jahrzehnten eine ganze Industrie der (dauerhaften) Haarentfernung verschrieben.

Für großflächige, vorübergehende Enthaarungen hat sich das Rasieren bewährt. Da die Klinge jedoch das Haar an der dicksten Stelle abschneidet, wirken die Stoppeln in den Folgetagen rauer. Je nach Haarwachstum und Körperpartie muss die Rasur nach zwei bis fünf Tagen erneuert werden. Durch das Rasieren wird der Haarwuchs übrigens nicht angeregt, wie oft befürchtet wird.

Herausreißen oder chemisch zersetzen

Neben der klassischen Rasur gibt es viele weitere Verfahren zur Haarentfernung. Bei der chemischen Haarentfernung wird z. B. Creme, Lotion oder Schaum auf die gewünschte Stelle aufgetragen. Durch alkalische Wirkstoffe (meist Salze der Thioglycolsäure) wird der Haarschaft zerstört, der die Hautoberfläche überragt. Anschließend wird das zersetzte Haar mit einem Spatel entfernt. Dabei kann es nach der Prozedur zu Reizungen und allergischen Reaktionen kommen. Zur Schamhaarentfernung und zur Anwendung im Gesicht ist diese schmerzlose Methode daher nur mit großer Vorsicht anzuraten. Schleimhautkontakt sollte auf jeden Fall vermieden werden. Das Ergebnis einer glatten Haut hält auch nicht besonders lange an.

Da ist das Zupfen mit einer Pinzette effektiver. Diese eher schmerzhafte Methode eignet sich jedoch nur für einzelne störende Härchen, z. B. im Gesicht. Für größere Flächen ist Wachs besser geeignet, aber auch nicht weniger schmerzhaft. Das Wachs wird entweder warm oder kalt auf die entsprechende Stelle aufgebracht, sodass es die Haare umschließt, und dann gegen den Strich ruckartig abgezogen. So bleibt die Haut etwa einen Monat lang glatt. Ebenso effektiv, aber in der Regel noch schmerzhafter ist die Behandlung mit einem Epiliergerät.

Licht und Strom versprechen dauerhafte Ergebnisse

Laser- und Strombehandlungen sind effektiver als herkömmliche Haarentfernungsmethoden, aber auch vergleichsweise teuer und aufwändig. Nach Angaben von Stiftung Warentest muss man bei beiden Verfahren teilweise mit Preisen zwischen 60 und 120 Euro pro Stunde rechnen. Bei der Laserbehandlung (IPL-Technik) wird den Haarwurzeln Energie in Form von Licht zugeführt. „Das Behandlungsziel ist hierbei die sogenannte permanente Haarreduktion, d. h. die Verminderung der Zahl der Haare, der Dicke der Haare und der Pigmentierung der Haare. Diese Methode funktioniert insbesondere sehr gut bei dunklen, dicken Haaren. Blonde helle und sehr feine Haare sprechen nicht gut auf die Behandlung an“, teilt die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDL) mit.

Bei der Elektro-Epilation bedeuten die Worte „dauerhaft“ und „permanent“ nach Angaben des Deutschen Verbands Elektro-Epilation (DVEE) „für immer“. Denn im Gegensatz zur Laserbehandlung erzeuge die Elektro-Epilation tatsächlich ein endgültiges Ergebnis: Die Haare sind nicht nur für ein Jahr verschwunden, sondern für immer, außer bei einer pathologischen Disposition für vermehrten Haarwuchs, dann könne laut DVEE evtl. ein lebenslanger Behandlungsbedarf bestehen.

 

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