Vorsicht beim Sammeln von Heilkräutern

Beim Sammeln von Bärlauch besteht Verwechslungsgefahr mit dem giftigen Maiglöckchen. (Foto: Bilderbox)
Beim Sammeln von Bärlauch besteht Verwechslungsgefahr mit dem giftigen Maiglöckchen. (Foto: Bilderbox)

(dbp/spo) Arnika bei stumpfen Verletzungen, Eisenhut gegen Erkältung: Wenn es um die Gesundheit geht, setzen offenbar immer mehr Menschen auf die Heilkraft der Kräuter.

Zumindest boomt der Markt für Naturprodukte auf Kräuterbasis, wie das Netzwerk Kräuter der Universität Hohenheim mitteilt.

Um Geld zu sparen liegt es nahe, die Kräuter für Tees und Tinkturen einfach selbst in der Natur zu sammeln. Dabei ist allerdings Vorsicht geboten, gibt Dr. Sabine Zikeli, Koordinatorin für ökologischen Landbau und Verbraucherschutz der Universität, zu bedenken. Wer Wildkräuter sammeln will, braucht Fachwissen, sagt sie. Denn: „In manchen Gebieten – wie im Naturschutzgebiet – ist das Sammeln generell tabu.“ Und: „Manche Pflanzen – wie Enzian als Heilpflanze für Magenbeschwerden – sind so stark gefährdet, dass sie auf der roten Liste stehen und deshalb in Anbau genommen werden.“

Schnell passieren Verwechslungen

Darüber hinaus können Laien manche Kräuter leicht verwechseln und damit ihre Gesundheit gefährden. Zum Beispiel sehen sich Bärlauch, Herbstzeitlose und Maiglöckchen zum Verwechseln ähnlich. Während der eine ein delikates Gewürz ist, können die anderen schwere Vergiftungen hervorrufen. Wer selbst Wildkräuter sammeln will, dem empfiehlt Dr. Zikeli deshalb, zuerst ein Seminar bei einem ausgewiesenen Kräuterexperten zu besuchen.