Virologen raten zu FSME-Impfung

In manchen Gegenden können Zecken FSME übertragen. (Foto: Gabriele Rohde / Fotolia)
In manchen Gegenden können Zecken FSME übertragen. (Foto: Gabriele Rohde / Fotolia)

(dbp/auh) Es ist noch nicht zu spät für die „Zecken-Impfung“.

Gemeint ist die Impfung gegen den Erreger der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), der von Zecken übertragen wird. Nicht von jeder Zecke geht diese Gefahr aus. Nur solche Tierchen, die den Virus in sich tragen, können Menschen infizieren. Und die leben vor allem in den südlichen Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg, aber auch in Südhessen, Thüringen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

„Am besten lassen sich Menschen, die in den bekannten FSME-Risikogebieten leben und sich viel in der Natur aufhalten, bereits im Winter impfen. Aber auch jetzt, mit Beginn der warmen Jahreszeit, ist es noch nicht zu spät“, so Professor Franz Xaver Heinz, Vizepräsident der Gesellschaft für Virologie (GfV) und Leiter des Departments für Virologie an der Medizinischen Universität Wien.

Das gilt natürlich auch für Urlauber. Wer also vorhat, in den Schwarzwald oder in das Berchtesgadener Land zu fahren, sollte an diese „Reiseimpfung“ denken. Zwar braucht man für einen dauerhaften Impfschutz gegen FSME drei Impfdosen (Grundimmunisierung). Für Eilige gibt es jedoch ein verkürztes Impfschema: Zwei Impfungen im Abstand von zwei Wochen reichen vor der Abreise aus. Spätestens 14 Tage nach der zweiten Impfung ist der Impfschutz dann vorhanden. Nicht vergessen werden sollte natürlich die dritte Impfung nach spätestens einem Jahr.

Die meisten FSME-Infektionen erfolgen bei Freizeitaktivitäten, bei der Gartenarbeit und bei Menschen, die beruflich in der Natur tätig sind. Die Zecken erwachen mit den jetzt steigenden Temperaturen im Frühjahr aus ihrer Winterstarre, lieben es feucht und halten sich gerne auf Wiesen und im Unterholz auf. Ein Infektionsrisiko besteht daher in der gesamten warmen Jahreszeit von Frühjahr bis in den Spätherbst. Im „Rekordjahr“ 2013 wurden dem Robert-Koch-Institut 420 Krankheitsfälle gemeldet.