Viele Wege führen zum haarfreien Bein

Die Nassrasur ist eine Möglichkeit der Haarentfernung. (Foto: Kzenon / Fotolia)
Die Nassrasur ist eine Möglichkeit der Haarentfernung. (Foto: Kzenon / Fotolia)

Rasieren, Epilieren, Wachsen, Cremen oder mit Laser behandeln

(dbp/kmh) Nur ein Viertel seiner 300.000 bis 500.000 Haare trägt der Mensch auf dem Kopf. Der große Rest verteilt sich auf alle anderen Körperflächen. Lediglich Fußsohlen und Handinnenflächen sind nicht behaart. Täglich wächst jedes Haar etwa 0,3 Millimeter.

Die Haare auf den Beinen sind bei vielen unbeliebt. Es gibt zahlreiche unterschiedliche Methoden zur Beinenthaarung: Epilieren, also das Haar samt Wurzel entfernen, hält am längsten. Dazu gehört die Anwendung von Kalt- oder Heißwachs, elektrische Epilierer, Enthaarungscremes, Laser- oder Blitzlampenbehandlung. Rasieren ist schneller und einfacher, muss aber täglich wiederholt werden, weil – siehe oben – die Haare jeden Tag wachsen.

Schmerzhaft, aber effektiv: Epilieren

Dr. Christoph Liebich, Dermatologe aus München, erklärt, wie ein elektrischer Epilierer funktioniert: „Während des Epilierens rotieren Scheibenpaare, die sich wie Pinzetten öffnen und schließen und auch sehr kurze Härchen an der Wurzel packen.“ Etwa drei Wochen später wachsen die Haare wieder nach. Besonders effektiv ist die Anwendung, wenn vorweg ein Peeling gemacht wird. „Leider gehört Epilieren zu den schmerzhafteren Methoden und ist für Bikinizone und Achseln nicht zu empfehlen“, sagt Dr. Liebich.

Rasieren: schnell, doch wiederholungsbedürftig

Die einfachste und schnellste Haarentfernung gibt es mit Rasierschaum und einem speziell zur Haarentfernung konzipierten Nass- oder Elektrorasierer. Der Rasierer kappt das Haar völlig schmerzfrei direkt an der Oberfläche. Leider bedarf diese Methode einer beharrlichen Regelmäßigkeit. Außerdem besteht bei unsachgemäßer Anwendung Verletzungsgefahr durch die Klingen.

Schmerzhaft und gründlich: Kalt- oder Heißwachs

Dabei werden Haare mit dem Wachs ausgerissen. Eine oft schmerzhafte, aber effektive Sache. „Nach dieser Methode reagiert die Haut häufig mit Rötungen und sollte nicht sofort der Sonne ausgesetzt werden“, rät der Münchener Dermatologe.

Sanft mit Creme und Schaum

Schmerzfrei und schonend ist die Anwendung von Enthaarungscremes. Wer empfindliche Haut hat, sollte allerdings unbedingt vorab einen Hautverträglichkeitstest machen. So lässt sich eine allergische Reaktion vermeiden. Werden diese Produkte in der Bikinizone angewendet, nur sehr vorsichtig im Bereich der Schamlippen auftragen. Das Ergebnis hält im Schnitt fünf bis acht Tage.

Laser und Blitzlampen

Einen wahren Boom erlebt die Haarentfernung mittels Laser oder Blitzlampe. Beide Methoden sind nicht ganz schmerzfrei; es fühlt sich an, wie viele kleine Nadelstiche. Haare befinden sich in verschiedenen Phasen: sie wachsen, ruhen oder fallen aus. „Nur die im Wachstum befindlichen erfasst der Laser tatsächlich. Deshalb sind mindestens acht bis zehn Sitzungen nötig, um Beine zu enthaaren“, erklärt Dr. Liebich. „Werden Blitzlampen unsachgemäß angewandt, kann es zu Verbrennungen kommen. Leider fallen diese recht riskanten Geräte noch nicht unter die Laserschutzverordnung. Sonst würde es sie wohl nicht mehr frei verkäuflich geben“, vermutet der Hautarzt. Zur effektiven Haarentfernung ist die Laserbehandlung bei einem erfahrenen Arzt am sinnvollsten.