Viele Erreger können die Lunge entzünden

Eine Lungenentzündung kann von Bakterien und von Viren verursacht werden. (Foto: Photographee.eu / Fotolia)
Eine Lungenentzündung kann von Bakterien und von Viren verursacht werden. (Foto: Photographee.eu / Fotolia)

(dbp/cwr) Haben Eltern den Verdacht, dass ihr Kind eine Lungenentzündung hat, sollten sie umgehend einen Kinder- und Jugendarzt aufsuchen.

Wird die Krankheit nicht rechtzeitig behandelt, kann es zu schweren Komplikationen wie einer Lungenfellentzündung kommen, teilt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) auf seiner Internetseite www.kinderaerzte-im-netz.de mit.

Eine Lungenentzündung erkennt man daran, dass das Kind schneller als gewöhnlich atmet, es matt wirkt und Fieber hat. Weitere Anzeichen können Schüttelfrost, Husten, Brust- und Bauchschmerzen sein. In extremen Fällen können sich Lippen und Finger wegen der eingeschränkten Lungenfunktion blau verfärben. Jungen und Mädchen unter fünf Jahren sind nach Angaben der BVKJ öfter betroffen als Schulkinder.

Je nach Jahreszeit sind unterschiedliche Viren und Bakterien für die Lungenentzündung verantwortlich. Im Winter sind es vorwiegend die sogenannten respiratorischen Synzytial-Viren, Influenzaviren und Pneumokokken. In den Sommermonaten rufen Rhino- und Enteroviren eine Entzündung der Lunge hervor. Vorsicht ist geboten, wenn bei einer Grippe nach ein paar Tagen das Fieber nicht weg geht. Dann kann es sein, dass sich der kleine Patient zusätzlich eine bakterielle Infektion eingefangen hat. „Eine Influenza erleichtert Bakterien das Eindringen in menschliche Zellen“, erklärt Dr. Ulrich Fegeler vom BVKJ.

Experten raten daher zur Impfung gegen Pneumokokken. So könnten zumindest einige Lungenentzündungen verhindert werden. Auch eine Grippeimpfung könne vorbeugend wirken. In der Regel würden die Krankenkassen die Kosten aber nur bei Kindern mit chronischen Grunderkrankungen bezahlen. Ein einfacher, aber wirksamer Tipp des Arztes gegen eine Ansteckung: Häufiges und gründliches Händewaschen und das Vermeiden von Tabakrauch in den eigenen vier Wänden.