Viel trinken beugt Harnwegsinfekt vor

Wer viel trinkt, sorgt dafür, dass Bakterien aus der Blase ausgespült werden und sich nicht gut vermehren können. (Foto: I. Buldakova / Fotolia)
Wer viel trinkt, sorgt dafür, dass Bakterien aus der Blase ausgespült werden und sich nicht gut vermehren können. (Foto: I. Buldakova / Fotolia)

(dbp/spo) Eine Entzündung der Harnwege kann sehr unangenehm sein: Häufiger Harndrang, ein Brennen beim Wasserlassen und manchmal sogar Unterleibskrämpfe lassen die Betroffenen teils ganz schön leiden.

Die Landesapothekerkammer Hessen gibt Tipps zur Vorbeugung. Ein Harnwegsinfekt wird durch Bakterien ausgelöst. Frauen sind öfter betroffen als Männer, das hat anatomische Gründe. So ist die weibliche Harnröhre kürzer und liegt näher am Darmausgang. Bakterien aus dem Darm können hier also viel leichter hineingelangen und sich in der Blase schnell vermehren.

Die Ausbreitung von Bakterien vermeiden

Frauen, die zu Harnwegsinfektionen neigen, können ein paar Regeln beherzigen, um einen erneuten Krankheitsausbruch zu vermeiden:

  1. Viel trinken! Wenn die Blase häufig gefüllt und wieder vollständig entleert wird, werden auch die Bakterien immer wieder ausgespült und haben es schwer, sich zu vermehren.
  2. Nach dem Toilettengang von vorne nach hinten abwischen. Wer andersherum wischt, wischt damit extra viele Bakterien in Richtung Harnröhre.
  3. Nach dem Geschlechtsverkehr die Blase entleeren um etwaige Bakterien auszuspülen.
  4. Besser keine Intimsprays oder Scheidenspülungen verwenden, weil sie die natürliche Vaginalflora stören. Das macht es für Bakterien leichter, sich auszubreiten.

Übrigens: Wenn Kinder, Männer oder Schwangere einen Harnwegsinfekt bekommen, sollten sie zügig zum Arzt gehen. Sie haben ein höheres Risiko für einen komplizierten Krankheitsverlauf.