Verzerrte Linien können Hinweis auf AMD sein

Symptome einer AMD, wie z. B. die Wahrnehmung verzerrter Linien, lassen sich gut mithilfe des sogenannten Amsler-Gitter-Tests feststellen. (Foto: Fotolia / RFBSIP)
Symptome einer AMD, wie z. B. die Wahrnehmung verzerrter Linien, lassen sich gut mithilfe des sogenannten Amsler-Gitter-Tests feststellen. (Foto: Fotolia / RFBSIP)

Früherkennung ist das A und O.

(dbp/hdn/fru) Millionen Menschen in Deutschland leiden unter einer Degeneration der Makula lutea – dem Punkt des schärfsten Sehens im Auge. Das Bild, welches von den eigenen Augen geliefert wird, ist in der Mitte zunehmend unscharf und farblos. Erste Anzeichen für eine Makuladegeneration können verzerrtes Sehen, unscharfe Gesichter und sich krümmende Linien sein. Vor allem ältere Menschen sind davon betroffen. In solchen Fällen spricht man von einer altersabhängigen Makuladegeneration (AMD). Fast ein Drittel der über 85-Jährigen in Deutschland ist bereits daran erkrankt. Wegen der steigenden Lebenserwartung steigt auch die Zahl der Krankheitsfälle weiter an.

Das Tückische: Die Betroffenen bemerken die Krankheit zunächst gar nicht. Später vermindert sich die Sehfähigkeit bei vielen jedoch stark. Denn auf der Netzhautmitte bilden sich im Laufe der Zeit Ablagerungen in Form sogenannter Drusen, wird von der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) erklärt. Abfallstoffe, die das junge Auge noch abbauen kann, lagern sich im Alter in der Netzhautmitte ab und sorgen für Entzündungsreaktionen.

Die Gesichtsfeldmitte verschwindet

Wenn die Makula ihre Stoffwechselprodukte nicht mehr richtig abbauen kann und es im Frühstadium zu Ablagerungen kommt, büßt sie bereits Teile ihrer Funktion ein. In den Spätstadien wird unbehandelt nur noch ein schwarzer Fleck in der Mitte des Gesichtsfelds wahrgenommen. Der äußere Sehbereich bleibt jedoch erhalten, daher führt die AMD nicht zur vollständigen Erblindung. Allerdings ist die Sehfähigkeit durch den Ausfall des leistungsfähigsten Bereichs der Netzhaut sehr stark eingeschränkt.

Die AMD sollte möglichst früh erkannt werden, denn ein bereits bestehender Sehverlust kann womöglich nicht mehr rückgängig gemacht werden. Eine frühe Diagnose ist besonders für die sogenannte feuchte AMD wichtig, bei der sich das Sehvermögen sehr schnell verschlechtern kann. Weil die Frühform der AMD von den Betroffenen häufig gar nicht bemerkt wird, empfiehlt es sich, ab dem 50. Lebensjahr einmal jährlich eine Früherkennungsuntersuchung beim Augenarzt durchführen zu lassen.