Verstopfung bei Kindern sollte behandelt werden

Kleine Jungs leiden häufig unter Verstopfung. (Foto: Bilderbox)
Kleine Jungs leiden häufig unter Verstopfung. (Foto: Bilderbox)

(dbp/spo) Wenn Eltern in den Unterhosen ihrer kleinen Kinder häufig Kotspuren finden, steckt meistens eine Verstopfung dahinter.

Das teilt Dr. Ulrich Fegeler, Sprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, mit.

Das Problem betrifft vor allem Jungs und ist im Kindergarten- und Grundschulalter gar nicht so selten. Für die Kinder ist es allerdings belastend, weshalb sie besser ärztlich behandelt werden sollten.

Grund für die Kotspuren in der Unterwäsche: Betroffene Kinder haben beim Toilettengang häufig Schmerzen, weshalb sie ihn so lange wie möglich hinauszögern. Das allerdings macht das Problem noch schlimmer, weil sich noch mehr Kot im Darm ansammelt. Auf Dauer dehnt sich Fegeler zufolge dadurch der Analring und die Kinder verlieren ständig kleine Kotmengen ohne es zu merken. Außerdem sorgt der harte Stuhl im Darm oft für Bauchschmerzen.

Aus der Verstopfung und dem unfreiwilligen Einkoten (medizinisch: Enkopresis) kann auf lange Sicht ein großer Leidensdruck entstehen. Weil die betroffenen Kinder häufig müffeln, werden sie im Kindergarten und der Schule teils gemieden. Das kann zu psychischen Problemen führen.