Versteckte Warnhinweise auf Süßigkeiten

Süßigkeiten mit Zuckeraustauschstoffen müssen einen Warnhinweis tragen. (Foto: OlegDoroshin / Fotolia)
Süßigkeiten mit Zuckeraustauschstoffen müssen einen Warnhinweis tragen. (Foto: OlegDoroshin / Fotolia)

(dbp/auh) Sogenannte Zuckeraustauschstoffe können bei „übermäßigem Verzehr“ zu Verdauungsstörungen führen.

Deshalb müssen Lebensmittel, die mehr als zehn Prozent dieser Stoffe enthalten, einen entsprechenden Warnhinweis tragen. Die Verbraucherzentrale Bayern hat in einer Stichprobe untersucht, ob und wie die Hersteller von Süßigkeiten dieser Vorgabe nachkommen.

Zu den Zuckeraustauschstoffen zählt die Zuckerart Fructose (Fruchtzucker) sowie die Zuckeralkohole Sorbit, Xylit, Mannit, Isomalt, Maltit (und Maltitol-Sirup), Lactit und Erythrit. Weil Fructose im deutschen Lebensmittelrecht nicht als Zusatzstoff, sondern als Zutat gilt, hat sich die Verbraucherzentrale bei ihrer Untersuchung auf die Zuckeralkohole konzentriert.

Überprüft wurden 16 Produkte wie Bonbons, Fruchtgummis und Müsli-Riegel. Die Stichprobe ergab, dass mit einer Ausnahme alle Hersteller den vorgeschriebenen Warnhinweis „kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken“ angeben. Doch bei zwei Drittel davon ist der Aufdruck nicht deutlich erkennbar, so die Kritik der Verbraucherschützer. „Hier muss nachgebessert werden“, sagt Marion Breithaupt-Endres, Vorstand der Verbraucherzentrale Bayern. „Wenn es schon einen Warnhinweis per Gesetz gibt, so sollte dieser auch auf den ersten Blick sichtbar sein.“

Weitere Informationen sowie die Ergebnisse der Stichprobe sind im Internet unter www.verbraucherzentrale-bayern.de zu finden.