Verhaltenstherapie hilft beim Rauchstopp

Ganz ohne Unterstützung mit dem Rauchen aufhören, das schaffen nur die wenigsten. (Foto: M&M / Fotolia)
Ganz ohne Unterstützung mit dem Rauchen aufhören, das schaffen nur die wenigsten. (Foto: M&M / Fotolia)

(dbp/cwr) Viele Menschen, die mit dem Rauchen aufhören möchten, schaffen dies nicht allein.

Das müssen sie auch nicht, denn es gibt verschiedene Hilfsmöglichkeiten für den endgültigen Abschied vom Nikotin. Optimal ist eine verhaltenstherapeutische Raucherentwöhnung, die mit Medikamenten unterstützt wird. Das teilt die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) mit.

Die Therapie hat das Ziel, das Verhalten langfristig zu ändern. „Als besonders günstig hat sich eine Therapie in Gruppen erwiesen, da der Effekt einer motivierenden Gruppendynamik hinzukommt“, sagt Professor Anil Batra von der DGPPN. Die Therapie sei dazu gedacht, die Teilnehmer in ihrer Motivation zum Aufhören zu bestärken, sich ihrer Verhaltensweisen im Hinblick auf das Rauchen bewusst zu werden und diese durch Alternativen zu ersetzen. Thematisiert werde auch der Umgang mit eventueller Gewichtszunahme, Verlangensattacken oder Stresssituationen.

Wer auf Nikotin verzichtet, wird zu Beginn des Entzuges auch mit körperlichen Entzugssymptomen zu kämpfen haben: Konzentrationsstörungen, Reizbarkeit, Schlafstörungen und depressive Verstimmungen gehören dazu. Dagegen gibt es eine Reihe von Mitteln, die den Zigarettenverzicht erleichtern können: Kaugummis, Pflaster, Lutschtabletten oder Inhalierstifte. Vor der Einnahme von Medikamenten wie Bupropion oder Vareniclin, die das Rauchverlangen dämpfen, rät Batra zum Gespräch mit einem Arzt. Diese Mittel seien nämlich nicht frei von Nebenwirkungen.

Eine erste Anlaufstelle für Betroffene kann die Internetseite www.psychiater-im-netz.org sein. Dort können Betroffene mit Hilfe des sogenannten Fagerström-Tests ermitteln, wie tabakabhängig sie sind und wie Nikotinersatzmittel dosiert werden müssten, um Erleichterung zu verschaffen. Deren Kosten werden bislang noch von keiner Krankenkasse übernommen. Einige Kassen bezuschussen aber Kurse zur Raucherentwöhnung im Rahmen von Präventionsleistungen.