Vegane Plätzchen

Das große Plätzchenbacken kann beginnen, es klappt auch ganz ohne tierische Produkte. (Foto: Bilderbox)
Das große Plätzchenbacken kann beginnen, es klappt auch ganz ohne tierische Produkte. (Foto: Bilderbox)

So gelingt die Weihnachtsbäckerei ohne Milch und Ei

(dbp/auh) Immer mehr Menschen vertragen keine Milch, reagieren allergisch auf Hühnereiweiß oder verzichten aus ethischen Gründen ganz bewusst auf tierische Produkte. Der Vegetarierbund Deutschland (VEBU) gibt Tipps für eine milch- und eifreie Weihnachtsbäckerei.

Pflanzendrinks statt Kuhmilch

Aus Soja, Mandel, Kokos, Hafer oder Reis – Pflanzendrinks gibt es in den verschiedensten Geschmacksrichtungen und man findet sie in jedem Supermarkt. Diese können anstelle von Kuhmilch zum Backen verwendet werden und sorgen je nach Rezept für einen ganz besonderen Geschmack.

Bei Kreationen mit Sahne sieht es ähnlich aus. Gut sortierte Supermärkte, Bioläden und Reformhäuser bieten bereits Soja-Sahne an, die ganz ohne Kuhmilch auskommt. Auch Kokosmilch kann als Alternative zu herkömmlicher Sahne verwendet werden und verleiht dem Gebäck eine exotische Note. Daneben gibt es pflanzliche Sahne auch zum Aufschlagen. Etwas Sahnesteif und gute Kühlung sorgen zusätzlich für Stabilität.

Apfelmus und Banane als Ei-Ersatz

In vielen Rezepten lassen sich Eier ersatzlos aus der Zutatenliste streichen. Wo das Ei als Bindung für den Plätzchenteig benötigt wird, kann man auf Soja- oder Stärkemehl zurückgreifen. Ein Esslöffel Mehl ersetzt ein Ei, erklärt der VEBU.

Im Kuchenteig ersetzt eine halbe zerdrückte Banane ein Ei. Für feuchte Teige und Muffins eignet sich auch Apfelmus. Der Apfelgeschmack geht beim Backen fast vollständig verloren. Drei Esslöffel Apfelmus entsprechen etwa einem Ei. Als fertiges Bindemittel kann auch pflanzliches Ei-Ersatzpulver (aus Maisstärke und Lupinenmehl) genutzt werden. Es wird einfach mit Wasser angerührt und eignet sich sowohl für Gebäck als auch Kuchen. Ein Teelöffel Ei-Ersatzpulver mit 40 Milliliter Wasser gemischt können anstelle eines Eis verwendet werden.

Für Vollkorngebäck eignen sich gemahlene Leinsamen. Zwei Esslöffel davon mit drei Esslöffeln Wasser vermengen, und fertig ist der Ei-Ersatz. Wenn es darum geht, den Teig aufzulockern, leistet etwas Backpulver sogar viel bessere Arbeit als Ei, findet der VEBU.

Pflanzliche Butter

Butter kann einfach durch vegane Margarine oder mildes Öl ersetzt werden. Kreativ und aromatisch sind zum Beispiel Erdnuss- oder Mandelbutter.

Lebkuchen geht auch ohne Honig

Wer vegan lebt, verzichtet auch auf Honig. Lebkuchen und andere typische Adventsleckereien, für die laut Rezept Honig benötigt wird, können stattdessen mit Zuckerrübensirup oder Agavendicksaft zubereitet werden.

Stollen-Rezept (ei- und laktosefrei):

Das folgende Rezept stammt vom Vegetarierbund Deutschland (VEBU) und eignet sich für vegan lebende Menschen und Patienten mit Laktoseintoleranz. Weitere Rezepte auf www.vebu.de.

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Folgende Zutaten in einer Rührschüssel gut miteinander vermischen und zu einem Teig kneten: 500 g Mehl, 1 Päckchen Trockenhefe, 120 g Zucker, 1 Msp. Kardamom, 1 Msp. Salz, 1 EL abgeriebene Schale von einer unbehandelten Bio-Zitrone, 200 g Pflanzenmargarine, 250 ml Sojamilch und 100 g gemahlene Mandeln. Den fertigen Teig bedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis er doppelt so groß ist.

100 g Marzipanrohmasse in kleine Würfel schneiden. 1 EL Orangeat und 1 EL Zitronat (wenn gewünscht) klein hacken. 150 g Sultaninen, Marzipanwürfel, Zitronat und Orangeat mit feuchten Händen vorsichtig unter den Teig kneten. Am besten gelingt das, wenn der Teig auseinander gerollt wird, dann die Füllung darauf verteilt und zu einer Teigkugel geknetet wird.

Aus dem Teig einen (oder zwei kleine) Christstollen formen. Danach den Stollen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und für ca. 45 bis 60 Minuten backen. Nach dem Backen den Stollen gut auskühlen lassen. Danach 3 EL Margarine schmelzen und den Stollen damit einpinseln. Anschließend den eingefetteten Christstollen großzügig mit fein gesiebtem Puderzucker bestreuen.