Umgang mit Alkohol: Eltern sind Vorbilder

Wer Alkohol als Stimmungsaufheller einsetzt, ist seinen Kindern kein gutes Vorbild. (Foto: Bilderbox)
Wer Alkohol als Stimmungsaufheller einsetzt, ist seinen Kindern kein gutes Vorbild. (Foto: Bilderbox)

(dbp/auh) Eltern sollten klare Regeln im Umgang mit Alkohol aufstellen – auch für sich selbst.

Denn Kinder entdecken meist im Familienkreis, wie in unserer Gesellschaft Alkohol konsumiert wird. Der Umgang der Eltern mit Alkohol spielt eine entscheidende Rolle, wie Kinder später damit umgehen. Abstinente Eltern sind das beste Vorbild. Doch auch wenn Eltern gelegentlich Alkohol in Maßen konsumieren, können sie glaubwürdig sein, wenn sie ihre Kinder andererseits vor Alkohol warnen.

„Eltern sollten sich ihrer Vorbildfunktion im Zusammenhang mit Alkoholkonsum bewusst sein, und bedenken, dass der Umgang mit Alkohol in der Familie schon sehr kleine Kinder beeinflusst“, erklärt Dr. Ingo Spitczok von Brisinski vom Berufsverband für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (BKJPP). „Alkohol sollte daher von den Eltern nicht täglich und nie selbstverständlich konsumiert werden, sondern eben nur gelegentlich.“

Besonders problematisch ist es nach Angaben des Experten, wenn Eltern dann zu Alkohol greifen, wenn sie selbst gestresst sind und Alkohol als Mittel zur Entspannung oder zur Verdrängung von Konflikten eingesetzt wird. „Gerade in diesen Situationen sollten Eltern ihren Kindern andere Verhaltensweisen aufzeigen, wie man mit negativen Gefühlszuständen umgeht. Auch sollte den Kindern vorgelebt werden, dass es wichtig ist, Konflikte konstruktiv auszutragen und Probleme offen anzusprechen, um diese zu lösen“, rät der Kinder- und Jugendpsychiater (www.kinderpsychiater-im-netz.org).