Ultraschall liefert bei Übergewicht schlechtere Bilder

Ultraschalluntersuchungen gehören zur Schwangerschaftsvorsorge. (Foto: Stefan Merkle / Fotolia)
Ultraschalluntersuchungen gehören zur Schwangerschaftsvorsorge. (Foto: Stefan Merkle / Fotolia)

(dbp/spo) In der Schwangerschaft ist die Ultraschalluntersuchung ein wichtiges Werkzeug, um Fehlentwicklungen des Babys frühzeitig zu erkennen.

Ist die werdende Mutter stark übergewichtig, haben es Frauenärzte aber oft schwer, aussagekräftige Bilder zu bekommen.

Der Grund: Die Ultraschallsignale können dann nicht tief genug in den Bauch eindringen. Die Krux an der Sache ist, dass Fehlbildungen wie zum Beispiel Herzfehler oder ein offener Rücken gerade bei Babys von adipösen Müttern häufiger auftreten als bei Normalgewichtigen. Das gibt Professor Dr. Ulrich Gembruch von der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) zu bedenken.

Im Sitzen schallen

Frauenärzte könnten versuchen, das Problem der schlechten Ultraschallbilder zu umgehen, indem sie fettleibige Frauen im Sitzen oberhalb des dann nach unten hängenden Bauches schallen. Oder auch seitlich über die Leiste und Flanke. Grundsätzlich muss die Distanz zwischen Schallkopf und Fötus möglichst kurz sein. „Im Zweifelsfall sollten mehrere Bilder von verschiedenen Positionen aus gemacht werden“, sagt Professor Gembruch.