Typische Meningitis-Symptome sind bei Babys selten

Die Impfung gegen Meningokokken C wird für alle Kinder ab 12 Monaten empfohlen. (Foto: Bilderbox)
Die Impfung gegen Meningokokken C wird für alle Kinder ab 12 Monaten empfohlen. (Foto: Bilderbox)

(dbp/auh) Bei Babys kann sich eine Hirnhautentzündung (Meningitis) anders bemerkbar machen als bei Schulkindern.

Säuglinge zeigen häufig unspezifische Symptome wie Fieber, Erbrechen oder auch Krampfanfälle. Eine vorgewölbte Fontanelle, Berührungsempfindlichkeit oder Nahrungsverweigerung können Anzeichen sein, so der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte unter www.kinderaerzte-im-netz.de.

Erst ab etwa fünf Jahre zeigen Kinder mit Meningitis die typischen Symptome wie schmerzhafte Genickstarre, Körpersteife, Kopfschmerzen, Schüttelfrost und Lichtempfindlichkeit. „Ein Alarmzeichen bei einer Meningitis sind Hautverfärbungen, wie kleine stecknadelgroße dunkelrote, blaue oder auch bräunliche Flecken, die sich mit dem Rand eines durchsichtigen Trinkglases nicht wegdrücken lassen. Besteht ein Verdacht, sollten Sie sofort einen Notarzt rufen. Denn eine Hirnhautentzündung kann innerhalb kürzester Zeit lebensbedrohlich werden“, mahnt Professor Hans-Jürgen Nentwich.

Eine Meningitis kann durch Viren oder Bakterien ausgelöst werden. Die bakterielle Meningitis ist im Krankheitsverlauf meist schwerer. Meningokokken gehören zu den gefährlichen bakteriellen Auslösern. „Impfungen gegen Pneumokokken, Haemophilus influenzae Typ b und Meningokokken C und B schützen vor Hirnhautentzündungen. Da Patienten schon vor Eintreten der ersten Krankheitszeichen ansteckend sein können, ist dies die beste Prävention – neben sorgfältiger Hygiene“, so Professor Nentwich.