Therapie erhöht die Erfolgsquote beim Rauchstopp

Ganz allein ist eine Verhaltensänderung extrem schwer zu bewerkstelligen. (Foto: DBPics / Fotolia)
Ganz allein ist eine Verhaltensänderung extrem schwer zu bewerkstelligen. (Foto: DBPics / Fotolia)

(dbp/cwr) Wer mit dem Rauchen aufhören möchte, steigert seine Erfolgsrate durch eine Kombination aus Verhaltenstherapie und Medikamenten.

Dies sei wissenschaftlich gut belegt, teilt der Berufsverband Deutscher Psychiater (BVDP) mit.

Die Therapie hat das Ziel, das Verhalten langfristig zu ändern. „Als besonders günstig hat sich eine Therapie in Gruppen erwiesen, da der Effekt einer motivierenden Gruppendynamik hinzukommt“, sagt Dr. Christa Roth-Sackenheim vom BVDP. In der Gruppe würden die Teilnehmer darin bestärkt, rauchfrei zu bleiben. Auch lernten sie, sich ihrer Verhaltensweisen im Hinblick auf das Rauchen zu bewusst zu werden und diese durch Alternativen zu ersetzen. Thematisiert werde auch der Umgang mit eventueller Gewichtszunahme, Verlangensattacken oder Stresssituationen.

Gegen die körperlichen Entzugssymptome gibt es eine Reihe von Mitteln, die den Zigarettenverzicht erleichtern können: Kaugummis, Pflaster, Lutschtabletten oder Inhalierstifte. Vor der Einnahme von verschreibungspflichtigen Medikamenten wie Bupropion oder Vareniclin, die das Rauchverlangen dämpfen, rät der BVDP allerdings zu einem ausführlichen Gespräch mit einem Arzt. Diese Mittel seien nämlich nicht frei von Nebenwirkungen.

Eine erste Anlaufstelle für Betroffene kann die Internetseite www.psychiater-im-netz.de sein. Dort kann jeder mit Hilfe des sogenannten Fagerström-Tests ermitteln, wie tabakabhängig er ist und wie Nikotinersatzmittel dosiert werden müssten, um Erleichterung zu verschaffen. Deren Kosten werden bislang noch von keiner Krankenkasse übernommen. Einige bezuschussen aber Kurse zur Raucherentwöhnung im Rahmen von Präventionsleistungen.