Studie warnt vor E-Zigaretten

Um sich das Rauchen abzugewöhnen, taugen E-Zigaretten offenbar nicht. (Foto: Elvira Gerecht / Fotolia)
Um sich das Rauchen abzugewöhnen, taugen E-Zigaretten offenbar nicht. (Foto: Elvira Gerecht / Fotolia)

(dbp/fru) E-Zigaretten halten nicht vom Rauchen ab, sondern verleiten offenbar sogar dazu.

Kürzlich war es wieder soweit – Millionen Fernsehzuschauer saßen gespannt vor dem Fernseher und schauten den Münsteraner „Tatort“. Auffällig dabei: Die nikotinsüchtige Staatsanwältin Wilhelmine Klemm qualmte statt einer Zigarette eine E-Zigarette – vermutlich, um Ihre Sucht in den Griff zu bekommen. Im echten Leben hätte sie damit wahrscheinlich Schwierigkeiten, sich das Rauchen abzugewöhnen. Das lassen zumindest die Ergebnisse einer aktuellen Studie mit 694 Teilnehmern im Alter von 16 bis 26 Jahren vermuten.

Die E-Zigaretten halten offenbar nicht vom Rauchen ab – sie verleiten eher dazu.  „Heranwachsende, die das Rauchen zu Beginn der Studie eindeutig ablehnten, entwickelten durch den Gebrauch von E-Zigaretten nach einem Jahr ein erhöhtes Risiko, selber mit dem Rauchen anzufangen: Entweder sie konnten künftigen Tabakkonsum nicht mehr wie zu Beginn der Studie rigoros ausschließen oder sie hatten sogar schon begonnen, Zigaretten zu rauchen“, warnt Professor Dr. Stefan Andreas, Beiratsmitglied der Deutschen Lungenstiftung und Facharzt für Pneumologie, Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin.

Der Leiter der Lungenfachklinik Immenhausen sowie des Bereiches Pneumologie an der Universitätsmedizin Göttingen findet das Studienergebnis bedenklich und hält gerade Jugendliche und junge Erwachsene zu mehr Vorsicht gegenüber E-Zigaretten an, weil „E-Zigaretten das Rauchen bei Heranwachsenden nicht verhindern, sondern möglicherweise sogar fördern“.