Strahlend weiße Zähne

Onlineinformationen der Initiative proDente unter http://www.prodente.de/aesthetik/bleaching.html ff. (abgerufen im Oktober 2017)
Onlineinformationen der Initiative proDente unter http://www.prodente.de/aesthetik/bleaching.html ff. (abgerufen im Oktober 2017)

Beim Bleaching können einzelne Zähne oder sogar das ganze Gebiss aufgehellt werden.

(dbp/fru) Weiße Zähne gelten heute mehr denn je als Zeichen von Gesundheit und Vitalität – auch wenn die Farbe eigentlich nicht unbedingt etwas über den Zustand des Gebisses aussagt. Zahnbeläge (Plaque), Farbpigmente von Speisen und Getränken, manche Medikamente und die Abnahme des Zahnschmelzes im Laufe des Lebens sorgen dafür, dass sich unsere Zähne verfärben. Künstlich aufhellen lassen sie sich mit einem sogenannten Bleaching. Prof. Dr. Andrej M. Kielbassa erklärt auf den Internetseiten der Initiative proDente, wie das funktioniert.

Man unterscheidet grundsätzlich zwei unterschiedliche Bleaching-Methoden. „Beim „In-Office-Bleaching“ wird mit hochkonzentrierten Bleichmitteln direkt in der Praxis eine Zahnaufhellung erreicht. Hierbei werden Schleimhäute und Lippen durch entsprechende Vorkehrungen geschützt. Dieses Verfahren wird oft auch als einleitende Therapie für das sich anschließende „Home-Bleaching“ durchgeführt. Das „Home-Bleaching“ selbst arbeitet dagegen mit niedriger konzentrierten Präparaten, die vom Patienten in eine individuell hergestellte Schiene eingebracht werden. Diese Behandlung erfolgt täglich über einen Zeitraum von etwa zwei Wochen und kann bei Bedarf wiederholt werden, da die Schiene wiederverwendbar ist“, erläutert Prof. Kielbassa.

Kronen, Brücken und Veneers können nicht aufgehellt werden

Auch einzelne wurzelbehandelte, grau verfärbte Zähne können durch ein spezielles Verfahren aufgehellt werden. Bei der sogenannten „Walking-Bleach-Technik“ kommt ebenfalls Wasserstoffperoxid als Bleichmittel zum Einsatz. Prof. Kielbassa weist jedoch darauf hin, dass es sich dabei häufig um eine primär andere Grundsubstanz (Natriumperborat) handelt, die vom Zahnarzt in das Zahninnere eingebracht wird. Dort kann sie ihre Wirkung über einige Tage entfalten und nach Kontrolle durch den Zahnarzt kann die Prozedur wiederholt werden, bis das gewünschte Resultat erreicht ist. Anschließend könne der Zahn mit einer dichten Füllung verschlossen werden.

Kronen, Brücken, Veneers und auch Füllungen können beim Bleichen jedoch nicht mit aufgehellt werden. Denn keines dieser zahnärztlichen Materialien kann gebleicht werden. Prof. Kielbassa empfiehlt daher, sich vor größeren Sanierungen ein Bild über die eigene Zahnfarbe zu machen, denn im Nachhinein seien farbliche Änderungen nicht mehr möglich.

Kaum Risiken und Nebenwirkungen

„Die heutzutage üblichen Bleichmittel verursachen allenfalls mikroskopisch nachweisbare Veränderungen, die reversibel sind. Ernsthafte Schäden an den Zahnhartsubstanzen sind bei Anwendung moderner Präparate, die der Zahnarzt dem Patienten aushändigt, nicht zu befürchten“, macht Prof. Kielbassa deutlich. Trotzdem sollte jede Bleichbehandlung von zahnärztlicher Seite begleitet werden, denn nur der Zahnarzt könne professionell einschätzen, wodurch die Verfärbung hervorgerufen wird, ob sie therapierbar ist und welches Mittel sich hierfür eignet.

Wie lange das Ergebnis anhält, könne man nicht pauschal beantworten. Vielmehr hänge eine eventuelle Wiederverfärbung der Zähne vom Verhalten des Patienten ab. Wenn man seine Gewohnheiten nicht ändert und sein Gebiss täglich Rotwein und anderen färbenden Genussmitteln aussetzt, werden sich die Zähne innerhalb weniger Wochen wieder verfärben. Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen diese ästhetische Behandlung übrigens nicht.