Stillen hat einen nachhaltigen Wert

Das Stillen ist nicht nur wichtig für einen gesunden Start ins Leben, sondern auch für die Mutter-Kind-Bindung. (Foto: id-foto / Fotolia)
Das Stillen ist nicht nur wichtig für einen gesunden Start ins Leben, sondern auch für die Mutter-Kind-Bindung. (Foto: id-foto / Fotolia)

(dbp/fru) In diesen Tagen wurde im Rahmen der Weltstillwoche (in Deutschland vom 3. bis zum 9. Oktober) wieder auf die Wichtigkeit des Stillens aufmerksam gemacht.

Auch der Deutsche Hebammenverband (DHV) fordert eine weitere Stärkung des Stillens in Deutschland. „Stillen fördert die Gesundheit von Mutter und Kind und sollte in Deutschland deutlich mehr gefördert werden. Es stillen zu wenige Frauen für eine zu kurze Dauer“, so Martina Klenk, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbands.

Ausrichter der Weltstillwoche ist die World Alliance for Breastfeeding Action (WABA). Seit 1991 wird sie jährlich in über 120 Ländern begangen. Das diesjährige Motto lautete: „Stillen – Fundament für nachhaltige Entwicklung“. Die Weltstillwoche ist weltweit die größte gemeinsame Kampagne aller Organisationen, die das Stillen fördern. Zu den Unterstützern gehören auch das Kinderhilfswerk Unicef und die Weltgesundheitsorganisation WHO.

Positive Aspekte sind hoch

Die WHO empfiehlt sechs Monate lang ausschließlich und insgesamt bis zu zwei Jahre zu stillen. Denn die positiven Aspekte des Stillens für die Gesundheit von Kindern und für die Bindung von Mutter und Kind sind hoch. In Deutschland ist die Stilldauer jedoch deutlich niedriger als empfohlen. Zwar werden direkt nach der Geburt 80 bis 90 Prozent aller Kinder gestillt, doch weniger als ein Fünftel aller Frauen stillen ihr Baby sechs Monate lang voll.

„Stillen ist die natürliche Ernährung eines Säuglings und damit die beste Unterstützung für die körperliche und geistige Entwicklung eines heranwachsenden Kindes“, sagt Aleyd von Gartzen, Beauftragte für Stillen und Ernährung im Deutschen Hebammenverband. Und sie fügt hinzu, dass Muttermilchersatzprodukte bei einem gestillten Baby zu keinem Zeitpunkt nötig oder wertvoll für die Ernährung seien.