Spinning verbessert die Ausdauer

Beim Spinning motivieren stimmungsvolle Musik und Gruppendynamik dazu, kräftig in die Pedale zu treten. (Foto: Kzenon / Fotolia)
Beim Spinning motivieren stimmungsvolle Musik und Gruppendynamik dazu, kräftig in die Pedale zu treten. (Foto: Kzenon / Fotolia)

Das Indoorcycling gibt es in verschiedenen Variationen.

(dbp/fru) Radfahren ist gesund. Es kann laut dem Verkehrsclub ADFC unter anderem Herz-Kreislauf-Störungen vorbeugen, Cholesterin abbauen und damit die Blutgefäße entlasten und man erreicht durch regelmäßiges Training generell eine höhere Leistungsfähigkeit. Wer es beim Radeln immer warm mag, kann in der kalten Jahreszeit zum Indoorcycling (auch Spinning genannt) übergehen.

Hierbei handelt es sich um ein kontrolliertes und gezieltes Ausdauertraining, auf dem sogenannten Spinning-Bike – einem Standrad. Trainiert wird in der Regel im Fitnessstudio unter Anleitung eines Trainers (Instructor genannt), der mittels Musik die Trittfrequenz, die Fahrweise (z. B. im Sitzen oder Stehen) und die relative Höhe des Widerstands vorgibt. Die Höhe des tatsächlichen Widerstands kann dabei von jedem Fahrer selbst eingestellt werden, weshalb in einem Kurs auch Personen mit unterschiedlichem Leistungsvermögen gemeinsam trainieren können.

Wichtig sind Warm-Up und Cool-Down

Spinning eignet sich also sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene. Für Anfänger empfiehlt es sich, mit einem leichten Level zu starten, damit sich Atmung und Herz-Kreislaufsystem an die Belastung gewöhnen. Die Trainingseinheit sollte in der Regel mit einem Warm-Up (Aufwärmphase) beginnen und mit einem Cool-Down („Herunterfahren“ des Kreislaufs) sowie einem anschließenden kurzen Stretching (Dehnungsübungen) enden. Meist wird Spinning als Intervalltraining durchgeführt und je nach Trainingsziel intensiv oder eher extensiv betrieben.

So können je nach Trainingsziel die Trittfrequenz oder der Widerstand am Rad verändert und die Belastung individuell erhöht werden. Die Ausdauer kann somit sowohl im anaeroben als auch im aeroben Bereich verbessert werden. Das Tempo, der Rhythmus von stimmungsvoller Musik sowie die entstehende Gruppendynamik motivieren dazu, kräftig in die Pedale zu treten – also perfekt für alle, die viel aus sich herausholen möchten.

Eignet sich hervorragend zum Stressabbau

„Spinning steht für hohe körperliche Belastung, durch die Sie den Stoffwechsel in erheblichem Maße antreiben“, so Prof. Dr. Ingo Froböse von der Sporthochschule Köln. Auf diese Weise könne man auch effektiv Stresshormone abbauen. Denn wer sich wie beim Spinning bewusst auspowert, der reduziert Nervosität und Unruhe. Allein schon durch den Erschöpfungszustand könnten negative emotionale Einflüsse reduziert werden.

„Ein Körper, der beim Spinning hart rangenommen wird, kann überhaupt nicht anders, als im Anschluss zu regenerieren“, so der Sportexperte. Anschließend fühle man sich völlig entspannt und schlafe auch wunderbar. Zwischen Sport und Zu-Bett-Gehen sollten jedoch mindestens drei Stunden Zeitabstand liegen.

Das Spinning gibt es in verschiedenen Varianten. Beispielsweise wird beim sogenannten OwnZone Spinning ausschließlich im eigenen Leistungsbereich trainiert. Dieser wird vorher mittels Pulsuhr individuell ermittelt. Auch das Aquacycling ist eine Variante des Spinnings, bei der allerdings im Wasser geradelt wird. Dadurch ist diese Methode auch therapeutisch einsetzbar. Sie eignet sich z. B. hervorragend für Adipositaspatienten sowie Menschen mit Herzinsuffizienz und Gelenkproblemen. Entsprechende Kurse gibt es in vielen öffentlichen Bädern.

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Quellenangaben:
Onlineinformationen des Verkehrsclubs ADFC unter http://www.adfc.de/gesundheit/gesund-bleiben/die-effekte-regelmaessigen-radfahrens/seite-6-herz-kreislaufsystem ff. ; von Prof. Ingo Froböse unter http://www.ingo-froboese.de/blog/der-ideale-sport-fur-sie/. (alle abgerufen im Oktober 2016)