Spätestens ab 55 zur Darmkrebsvorsorge!

Moderne Koloskope, mit denen heutzutage Vorsorge-Darmspiegelungen durchgeführt werden,  haben nicht mal mehr den Durchmesser einer 1-Cent-Münze. (Foto: Felix Burda Stiftung)
Moderne Koloskope, mit denen heutzutage Vorsorge-Darmspiegelungen durchgeführt werden, haben nicht mal mehr den Durchmesser einer 1-Cent-Münze. (Foto: Felix Burda Stiftung)

Darmspiegelung ist der Goldstandard.

(dbp/fru) Seit dem Moment unserer Geburt läuft unsere Zeit schon wieder ab. Dem einen ist dann mehr Lebenszeit vergönnt, dem anderen weniger – das ist der Gang des Lebens! Das eigene Schicksal kann man jedoch in vielerlei Hinsicht auch selbst beeinflussen. So können wir z. B. mit einem gesunden Lebensstil das Risiko für viele Erkrankungen deutlich verringern – so auch für Darmkrebs. Und wer zusätzlich regelmäßig zur Vorsorge geht, kann sein persönliches Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, noch weiter senken.

Mehrere Vorsorgemöglichkeiten

Mit dem Alter steigt auch das Darmkrebsrisiko. Es gibt eine Reihe von Untersuchungsmethoden, die ein Arzt einsetzen kann, um Darmkrebs oder dessen Vorstufen (Dickdarmpolypen) frühzeitig zu erkennen. Die Darmspiegelung (Koloskopie) ist das beste und sicherste Vorsorgeinstrument. Dabei wird der leere Darm mit einem dünnen, flexiblen Schlauchsystem, welches mit einer hochempfindlichen Videokamera ausgerüstet ist, untersucht. Voraussetzung für eine sichere Diagnose ist ein sauberer Darm. Nur so kann der Arzt auch kleinste Veränderungen der Darmschleimhaut feststellen.

Die Untersuchung durch den Spezialisten ermöglicht nicht nur eine umfassende Diagnose, sondern bietet gleichzeitig Therapiemöglichkeiten, wie z. B. das Abtragen von Polypen (mögliche Vorstufen von Darmkrebs) oder die Entnahme von Gewebeproben (Biopsien) für weitere Laboruntersuchungen. Eine Darmspiegelung ist risikoarm und lässt sich im Allgemeinen schmerzfrei durchführen. Sie dauert in der Regel ca. 15 – 20 Minuten. Die Kosten werden ab 55 Jahren von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, bei einer familiären Vorbelastung sogar noch früher.

Übrigens: Der Monat März wurde von der Felix-Burda-Stiftung zum „Darmkrebsmonat“ ausgerufen. In dieser Zeit wird vermehrt auf die Möglichkeiten der Darmkrebs-Prävention hingewiesen und auch Mediziner appellieren verstärkt an die Bevölkerung, die angebotenen Vorsorgemöglichkeiten besser zu nutzen. Denn immer noch sterben in Deutschland jährlich mehr als 25.000 Menschen an Darmkrebs. Diese Zahl könnte man drastisch verringern, wenn z. B. die Vorsorge-Darmspiegelung öfters in Anspruch genommen werden würde.