Soziale Kontakte sind gut für die Lunge

Möglichst viele soziale Kontakte außerhalb der Familie, das stärkt die Lungenfunktion. (Foto: Bilderbox)
Möglichst viele soziale Kontakte außerhalb der Familie, das stärkt die Lungenfunktion. (Foto: Bilderbox)

(dbp/cwr) Ältere Menschen sollten bis ins hohe Alter mit vielen, möglichst unterschiedlichen Menschen in Kontakt kommen.

Dazu raten die Lungenärzte der Deutschen Lungenstiftung (DLS). Sie berufen sich auf eine aktuelle Studie.

Hintergrund der Empfehlung ist die Tatsache, dass die Lungenfunktion – also die Fähigkeit, Sauerstoff aufzunehmen – mit dem Alter kontinuierlich abnimmt. Die Anzahl der Lungenbläschen und der kleinen Blutgefäße wird kleiner. Außerdem verringert sich der Gehalt an elastischen Fasern. Deswegen kann sich die Lunge im Alter nicht mehr so gut ausdehnen.

Jetzt hat ein Team von Wissenschaftlern aus den USA und Mexiko herausgefunden, dass Menschen, die sozial gut integriert sind, diese altersbedingten Erscheinungen offenbar besser wegstecken als jene, die im Alter einsam leben. Sie hatten 1.352 gesunde Frauen und Männer zwischen 70 und 79 Jahren untersucht. Ergebnis: Wer Kontakt zu vielen Menschen hält, weist eine bessere Lungenfunktion auf.

„Neu ist, dass die Anzahl unterschiedlicher Rollen sich positiv auswirkt“, sagt Professor Harald Morr, Vorstandsvorsitzender der DLS. Das bedeutet, dass ältere Menschen beispielsweise nicht nur die Beziehungen zur Familie pflegen sollten. Die Ärzte raten dazu, sich gezielt Kontakte zu suchen, sich Interessengruppen anzuschließen oder sich sozial zu engagieren. Denn wer seine Aktivität steigere, weise eine bessere Lungenfunktion auf und fühle sich letzten Endes einfach wohl.