Sonnenschutz muss sein

Bei mehr als 3.000 Sonnenpflegeprodukten auf dem deutschen Markt gibt es für jeden Zweck den passenden Sonnenschutz. (Foto: Manfred Walker / Pixelio)
Bei mehr als 3.000 Sonnenpflegeprodukten auf dem deutschen Markt gibt es für jeden Zweck den passenden Sonnenschutz. (Foto: Manfred Walker / Pixelio)

Cremes, Lotionen und Sprays: Die Palette der Pflegeprodukte ist groß

(dbp/kmh) Die Auswahl an Sonnenpflegeprodukten in Drogeriemarkt, Apotheke oder Parfümerie ist immens. Im Angebot sind Lotionen, farbige Cremes oder Sprays, bis hin zu bräunungsvorbereitenden Kapseln. Doch was sind deren Unterschiede und wozu eignen sie sich?

Mehr als 3.000 Sonnenpflegeprodukte gibt es auf dem deutschen Markt. Gesetzliche Grundvoraussetzung für alle ist ein Filter gegen UVA- und UVB-Strahlen. Welche Filter untereinander kombiniert werden, und in welchem Verhältnis, um einen entsprechend deklarierten Lichtschutzfaktor zu erreichen, ist individuelle Herstellersache. Dazu bedienen sie sich beispielsweise mineralischer und physikalischer Filter. Die auf Basis von Zink- oder Titanoxid bestehenden Filter reflektieren das Licht, so dass es nicht in die Haut eindringen kann. Chemische oder organische Filter absorbieren UV-Licht und wandeln es in Wärme um. Diese Wirkstoffe sind organische Substanzen, wie beispielsweise Parsol 1789 oder Octocrylene 1789.

Schutz vor Sonnenbrand und Hautalterung

In vielen Produkten werden physikalische und chemische Filter kombiniert. Für einen optimalen Breitbandschutz vor UVA- und UVB-Strahlen ist ein ausgewogenes Verhältnis dieser Filter wichtig. Dann bieten sie einen guten Schutz vor Sonnenbrand und Hautalterung. Damit Produkte wirkungsvoll vor UVA- und UVB-Strahlen schützen, muss laut COLIPA (European Cosmetics Association) das Verhältnis des UVA- und UVB-Faktors mindestens eins zu drei betragen. Praktisch hat demnach Sonnenpflege mit LSF 30 einen UVA-Schutzfaktor von mindestens 10. Da dies aber noch nicht verpflichtend ist, wird die Einhaltung des geforderten UVA-Schutzes auf den Verpackungen durch ein UVA-Symbol, meist als Kreis, angezeigt.

Ganz gleich welches Pflegeprodukt zum Einsatz kommt: wichtig ist, regelmäßig zu cremen. Das gilt auch für wasserfeste Produkte. Sie sollten spätestens nach dem Plantschen im erfrischenden Nass erneuert werden.

Lotionen haben eine etwas flüssigere Konsistenz als Cremes und sind ideal geeignet wenn es schnell gehen soll, da sie rasch einziehen. Kinder mögen gefärbte Lotionen und Cremes. Grün, blau oder pink machen Spaß und die Kleinen lassen sich gut sichtbar damit versorgen. Ist die Creme eingezogen, verschwindet auch die Farbe.

Sprays gibt es in milchiger und transparenter Variante. Diese Produkte enthalten weniger fetthaltige Bestandteile, als beispielsweise Cremes und Lotionen. Besonders gut eignen sie sich bei sportlichen Aktivitäten. Auch Männer sind hier eine wichtige Zielgruppe der Hersteller. Sie empfinden Eincremen oft als lästiges Übel. Sprays ziehen sofort in die Haut ein, kleben und fetten nicht. Ein Nachteil transparenter Sprays: es ist nicht zu sehen, ob alle Hautareale benetzt und damit vor Sonne geschützt sind. Sprays gibt es auch für die Haare. Sie schützen vorm Ausbleichen und Austrocknen.

Bräunungsvorbereitende Kapseln oder Brausetabletten enthalten beispielsweise den sekundären Pflanzenstoff Lycopin, der auch in Tomaten steckt. Er hilft der Haut ihre Eigenschutzzeit zu verlängern. Ferner stecken in diesen Produkten Betakarotin, Vitamin E und Olivenöl. Sie helfen der Haut von innen, sich auf Sonnenbäder vorzubereiten. Wichtig: damit die Haut einen natürlichen Schutz aufbauen kann, als dreiwöchige Kur vor dem Sonnenurlaub einnehmen.