Sonne und Medikamente vertragen sich oft nicht

Wer bestimmte Medikamente nimmt, sollte beim Sonnenbaden besonders zurückhaltend sein. (Foto: Bilderbox)
Wer bestimmte Medikamente nimmt, sollte beim Sonnenbaden besonders zurückhaltend sein. (Foto: Bilderbox)

(dbp/spo) Manche Medikamente reagieren zusammen mit Sonnenlicht und sorgen für photoallergische oder phototoxische Reaktionen auf der Haut.

Wer in den heißen Sommermonaten Arzneien einnehmen muss, sollte deshalb vorher auf den Beipackzettel schauen.

Falls das Medikament für solche Reaktionen sorgt, ist das unter der Überschrift „Nebenwirkungen“ vermerkt, teilt die Landesapothekerkammer Hamburg mit. Phototoxische beziehungsweise -allergische Reaktionen zeigen sich manchmal bereits, wenn man nur kurz in der Sonne war. Die Haut schwillt dann an, wird rot und es kommt zu Bläschen oder Schuppenbildung. Das Ganze ähnelt einem Sonnenbrand, tritt aber deutlich schneller auf. Hellhäutige Menschen sind stärker betroffen als dunkelhäutige.

Laut Apothekerkammer gibt es etwa 300 Medikamente, die phototoxische oder -allergische Reaktionen hervorrufen können. Dazu gehören zum Beispiel bestimmte Antibiotika, Antirheumatika, Psychopharmaka, Bluthochdruckmittel oder Diuretika (Entwässerungsmittel). Bei den nicht rezeptpflichtigen Varianten sind es manche Schlaftabletten und manche Mittel gegen Reiseübelkeit. Auch pflanzliche Arzneien wie etwa Johanniskraut können die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen.

Medikamente richtig lagern

An heißen Tagen sollte nach Angaben der Landesapothekerkammer Hessen außerdem darauf geachtet werden, dass die Medikamente nicht zu warm lagern. Salben, Cremes oder Zäpfchen können dann Schaden nehmen. Zeigen sich Verfärbungen oder Verflüssigungen oder ist zum Beispiel bei Dragees der Überzug rissig geworden, sollten sie besser entsorgt werden. Gleiches gilt für flüssige Arzneimittel, die sich eingetrübt haben.