Sodbrennen erhöht das Asthmarisiko

Der Säurenebel bei Sodbrennen kann den Zahnschmelz angreifen und sogar zu Asthma führen. (Foto: fabianaponzi / Fotolia)
Der Säurenebel bei Sodbrennen kann den Zahnschmelz angreifen und sogar zu Asthma führen. (Foto: fabianaponzi / Fotolia)

(dbp/spo) Starkes Sodbrennen kann die Entwicklung einer asthmatischen Erkrankung vorantreiben.

Grund dafür sind Veränderungen im Immunsystem durch das ständige Einatmen kleiner Magensäuretröpfchen.

Das teilt Professor Dieter Köhler von der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) mit. Bei Menschen, die unter starkem Sodbrennen, der sogenannten Refluxkrankheit, leiden, schließt der Pförtnermuskel den Übergang zwischen Magen und Speiseröhre nicht komplett. Die Folge: Beim Aufstoßen kann Magensäure in die Luftröhre gelangen und dort die Schleimhäute reizen. Das sorgt für unangenehm stechende Schmerzen. Werden Magensäuretröpfchen auf Dauer eingeatmet, könne das Immunsystem soweit entgleisen, dass das Asthmarisiko ansteigt, so die DGP.

Sport treiben und Alkohol meiden

Wer das verhindern will, sollte sein Sodbrennen unter Kontrolle halten. Meist hilft hier schon eine Änderung des Lebensstils: Regelmäßig Sport treiben, möglichst kein Übergewicht entwickeln und beim Schlafen den Kopf leicht erhöht ablegen. Kaffee und Alkohol sollten gemieden werden, denn sie können Sodbrennen fördern, ebenso wie ein zu spätes und zu reichhaltiges Abendessen.