So wird Kindern im Auto nicht übel

Viele Kinder zwischen zwei und zwölf Jahren leiden unter Reiseübelkeit. (Foto: Bilderbox)
Viele Kinder zwischen zwei und zwölf Jahren leiden unter Reiseübelkeit. (Foto: Bilderbox)

(dbp/spo) „Mama, mir ist schlecht!“: Kreidebleiche Kinder auf dem Autorücksitz erleben die Fahrt in den Urlaub oft als reine Qual.

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) gibt Tipps, wie Reiseübelkeit vermieden werden kann.

Meist entsteht sie, weil das Gehirn widersprüchliche Informationen bekommt. Das Gleichgewichtsorgan meldet zum Beispiel Bewegung, weil das Auto ruckelt. Sind die Augen aber gleichzeitig starr auf ein Buch oder einen Bildschirm gerichtet, melden Sie Stillstand. Solche widersprüchlichen Reize sollten während der Fahrt verringert werden, so der BVKJ. Am besten ist es also, wenn empfindliche Kinder einfach aus dem Fenster gucken.

Frische Luft und leichte Snacks

Wird dem Kind trotzdem übel, sollte man häufig Pausen machen und ein paar Schritte an der frischen Luft gehen. Manchmal hilft es, den Nachwuchs mit geschlossenen Augen kurz hinzulegen oder ihm ein kühles Tuch auf die Stirn zu legen. Vor und während der Fahrt sollten zudem nur leichte Snacks gegessen werden, damit das Kind möglichst nicht erbrechen muss.

Besonders betroffen von der Reiseübelkeit sind Kinder zwischen zwei und zwölf Jahren. Medikamente dagegen sollten kleine Kinder laut BVKJ nur im Ausnahmefall bekommen. Auch manche Erwachsene leiden unter dem Phänomen. Warum die einen leiden und die anderen nicht, ist aber unklar.