Sensible Haut braucht gute Pflege

Empfindliche Haut braucht viel Feuchtigkeit. (Foto: K.Kiss@Licht&Linie / Fotolia)
Empfindliche Haut braucht viel Feuchtigkeit. (Foto: K.Kiss@Licht&Linie / Fotolia)

Viele innere und äußere Faktoren können die Haut austrocknen und empfindlich machen.

(dbp/kmh) Hautpflege ist nicht nur Kosmetik. Denn die Haut erfüllt zahlreiche Funktionen: Sie schützt den Körper vor schädlichen Außeneinflüssen, fungiert als Wärmeregulator, spielt eine wichtige Rolle für den Stoffwechsel und das Immunsystem und ist dabei in ständiger Veränderung. Hautveränderungen sollten stets gut beobachtet werden, denn sie können auf Erkrankungen oder Allergien hindeuten.

Stress und einseitige Ernährung belasten die Haut

Empfindliche, leicht reizbare Haut kann verschiedene Ursachen haben. Genetische Veranlagung, Stress, falsche oder mangelhafte Pflege, Umwelteinflüsse, ungesunder Lebensstil, Allergien oder Stoffwechselerkrankungen wie beispielsweise Diabetes können ein empfindliches Erscheinungsbild hervorrufen. Sensible Haut neigt oft zu verstärkter Trockenheit. Sie wird spröde und Hautirritationen treten auf. Hormonelle Veränderungen und die individuelle biologische Hautalterung begünstigen diesen Prozess.

Zu den äußeren Faktoren, die zu empfindlicher und trockener Haut führen, zählen klimatische Bedingungen wie Hitze und Kälte, trockene Heizungsluft und starke Sonneneinwirkung. Auch exzessives Waschen mit heißem Wasser und Seife sowie der Hautkontakt mit aggressiven Reinigungsmitteln sind typische Auslöser.

Meist verbessert sich das Hautbild bei einer Kombinationstherapie aus gezielter Pflege, passender Lebensmittelauswahl und einer Veränderung des Lebensstils, beispielsweise durch Verzicht aufs Rauchen.

Empfindliche Haut nicht mit Fettcremes pflegen

Pflege leistet einen wichtigen Beitrag zur Beschwerdelinderung. Denn schlecht durchblutete, trockene, gerötete und rissige Haut trägt dazu bei, dass die Aktivität der Schweiß- und Talgdrüsen herabgesetzt ist. Die Folge: Feuchtigkeit und Fett wird nur ungenügend gespeichert. Die Haut spannt, schuppt und neigt zu starkem Juckreiz. Eine geschwächte Hautbarriere bietet optimale Bedingungen zum Eindringen von Keimen und Bakterien. Der falsche Weg ist, sie mit fettreichen Cremes zu versorgen. Fett kann Poren verstopfen, Atmungs- und Transpirationsfähigkeit der Haut behindern.

Empfindliche Haut braucht Feuchtigkeit. Hilfreich sind Cremes, Lotionen und Schaum-Pflegeprodukte mit Feuchtigkeitsspendern wie Harnstoff (Urea), Pentavitin oder Mineralsalzen aus dem toten Meer. Damit können trockenheitsbedingte Spannungsgefühle sowie unangenehmer Juckreiz gelindert werden.

Pflegeprodukte sollten weder Parfum, noch Konservierungs- oder Duftstoffe enthalten. Zur Gesichtsreinigung eignen sich seifen- und parfumfreie Reinigungsgels. Körperlotionen sollten nicht im Gesicht zum Einsatz kommen. In der Sonne sind hypoallergene Sonnencremes sinnvoll. Hände, Füße und Beine sollten mit harnstoffhaltigen Produkten gepflegt werden.