Schwitzen stärkt das Immunsystem

Für viele gehört das anschließende Tauchbad zum Saunieren dazu. Die Abkühlung des Körpers kann aber auch an der frischen Luft oder unter der Dusche erfolgen. (Foto: ricardoferrando / Fotolia)
Für viele gehört das anschließende Tauchbad zum Saunieren dazu. Die Abkühlung des Körpers kann aber auch an der frischen Luft oder unter der Dusche erfolgen. (Foto: ricardoferrando / Fotolia)

Wer regelmäßig in die Sauna geht, kann damit Erkrankungen vorbeugen.

(dbp/fru) Saunieren ist in Deutschland sehr beliebt. Dabei sind die Motive für den Saunabesuch durchaus unterschiedlich. Der Deutsche Sauna-Bund erhebt hierzu regelmäßig Befragungen, bei denen auch Mehrfachnennungen möglich sind. Dabei stellt er fest, dass für etwa 80 % der Besucher die Suche nach Entspannung und Erholung im Vordergrund steht. Bereits an zweiter Stelle folgt mit der „Abhärtung“ aber ein körperlicher, gesundheitlicher Aspekt. Etwa drei Viertel der Befragten gaben diesen Grund für Saunabesuche an.

Medizinische Wirkfaktoren gut belegt

Kein Wunder, dass viele auch auf die gesundheitlichen Aspekte des Saunabades setzen, schließlich sind dessen Wirkfaktoren laut Sauna-Bund durch viele medizinwissenschaftliche Untersuchungen gut belegt. Die Erwärmung des ganzen Körpers im Saunaraum und die anschließende gezielte Abkühlung an frischer Luft und mit kaltem Wasser entspannt und fördert das Immunsystem und beugt so zum Beispiel langfristig Erkältungen vor. Wichtig für die Beruhigung des vegetativen Nervensystems sei laut Sauna-Bund das Einhalten von Ruhephasen zwischen den Saunagängen. Die Wiedererwärmung und die Blutgefäßerweiterung nach dem Kaltreiz können durch ein knöchelhohes warmes Fußbad gefördert werden.

Bei einem Saunabesuch kann man bis zu zwei Liter Schweiß verlieren. Dieser Prozess unterstützt auch Entgiftungs- und Stoffwechselprozesse im Körper, da der Sauerstofftransport im Blut und die Entsorgung von Giftstoffen angekurbelt werden. Auch das Venensystem wird beim Saunieren ordentlich trainiert. Zudem sind Atem- und Pulsfrequenz erhöht und wer unter niedrigem Blutdruck leidet, kann diesen mit regelmäßigen Saunagängen wieder auf „Normalniveau“ bringen.

Besonders geeignet zum Vorbeugen von Erkältungen

Der Sauna-Bund weist darauf hin, dass für keine andere Maßnahme eine erhöhte Widerstandsfähigkeit gegenüber grippalen Infekten (im Volksmund auch Erkältungen genannt) so gut nachgewiesen ist wie für das Saunabaden – und zwar sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern. Untersuchungen zeigten, dass nach etwa einem Vierteljahr regelmäßigen, wöchentlichen Saunabesuchs sich die Zahl der grippalen Infekte halbiert hätten und zudem leichter verliefen.

Die optimale „Schwitz-Dauer“ sollte beim Saunieren zwischen 8 und 10 Minuten liegen. Zum Ende hin sollte man sich  wieder aufsetzen, um den Kreislauf wieder an die aufrechte Haltung zu gewöhnen. Nach der Sauna sollte man sich nicht zusätzlich sportlich betätigen und Untrainierte lassen es besser langsam angehen und nehmen zum Schwitzen nur auf der unteren oder mittleren Bank Platz. Nach jedem Saunagang benötigt der Körper eine Erholungsphase von etwa 30 bis 60 Minuten. Und selbstverständlich muss man zwischendurch viel trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.  Bei Beschwerden wie  Herz- und Gefäßerkrankungen, bereits bestehender Erkältung, Schilddrüsenüberfunktion oder  beeinträchtigte Nierenfunktion ist Saunieren übrigens kontraproduktiv. Wer nicht sicher ist, sollte deshalb zunächst mit seinem Arzt darüber sprechen.