Schwarzes Dreieck ist keine Warnung

Wer auf dem Beipackzettel seines Medikaments ein schwarzes Dreieck sieht, muss nicht beunruhigt sein. (Foto: ABDA)
Wer auf dem Beipackzettel seines Medikaments ein schwarzes Dreieck sieht, muss nicht beunruhigt sein. (Foto: ABDA)

(dbp/auh) Ein auf der Spitze stehendes schwarzes Dreieck auf dem Beipackzettel signalisiert: Dieses Medikament wird überwacht.

Seit Beginn des Jahres 2014 ist die Kennzeichnung Pflicht. Die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) erläutert: „Das schwarze Dreieck bedeutet nicht, dass das Arzneimittel unsicher ist.“ Es unterliege lediglich einer „zusätzlichen Überwachung“, weil es einen Wirkstoff enthält, über den noch vergleichsweise wenig Informationen vorliegen.

„Patienten sollten sich nicht wundern, wenn sie von ihrem Apotheker danach gefragt werden, ob sie ein Medikament gut vertragen oder ob sie Nebenwirkungen feststellen“, sagt Professor Martin Schulz, Vorsitzender der AMK. „Das hat nichts damit zu tun, dass der Apotheker an der Verträglichkeit eines Medikaments zweifelt. Es dient vielmehr dem Zweck, dass die Apotheker zu noch nicht etablierten Arzneimitteln mehr Informationen zusammentragen wollen, mit dem Ziel, die Arzneimitteltherapie noch sicherer zu machen.“ Apotheker melden Verdachtsfälle von Nebenwirkungen an die AMK, die eng mit den Bundesoberbehörden zusammen arbeitet.