Schwangeren mangelt es an Vitamin D

Sonne tanken ist das A und O wenn der Körper ausreichend Vitamin D produzieren soll. (Foto: A. Solnica/Fotolia)
Sonne tanken ist das A und O wenn der Körper ausreichend Vitamin D produzieren soll. (Foto: A. Solnica/Fotolia)

(dbp/spo) Viele schwangere Frauen sind nicht ausreichend mit Vitamin D versorgt.

Das haben Wissenschaftler der Justus-Liebig-Universität Gießen in einer Studie mit 261 Schwangeren herausgefunden.

98 Prozent der untersuchten Frauen hatten im Winter zu niedrige Werte, etwa 50 Prozent waren sogar im Sommer unterversorgt. Als mangelhaft gilt eine Vitamin-D-Versorgung von unter 50 nmol/L (Nanomol pro Liter) – und zwar nach den Kriterien der Internationalen Osteoporose Gesellschaft und der Nordamerikanischen Fachgesellschaft für Endokrinologie, die die Gießener zugrunde legten.

Diabetes und Bluthochdruck

Eine schlechte Vitamin-D-Versorgung in der Schwangerschaft wird mit verschiedenen Schwangerschaftskomplikationen in Verbindung gebracht: zum Beispiel Diabetes mellitus bei Mutter und Kind, Bluthochdruck, Infektionen und Frühgeburten. Vitamin D ist auch für den Knochenaufbau des ungeborenen Kindes wichtig.

Das Vitamin kann mit der Nahrung nur schlecht aufgenommen werden. Es wird im menschlichen Körper vor allem dann gebildet, wenn UV-Strahlen auf die Haut treffen. Das ist in den Monaten von März bis Oktober oft nicht lange genug der Fall. Die Fachgesellschaften empfehlen, sich täglich zwischen fünf und 25 Minuten in der Sonne aufzuhalten, um die Produktion anzukurbeln. Professor Dr. Clemens Kunz, der an der Gießener Studie maßgeblich beteiligt ist, rät Schwangeren im Winter zur Einnahme von Vitamin-D-Präparaten.