Schule kann auch die Eltern stressen

Schule ist wichtig, sollte aber das Familienleben nicht dominieren. (Foto: Bilderbox)
Schule ist wichtig, sollte aber das Familienleben nicht dominieren. (Foto: Bilderbox)

(dbp/spo) Hohe Erwartungen, Leistungsdruck und die Angst, zu scheitern, sorgen bei vielen Schülern für Stress.

Genauso können aber auch die Eltern unter Schulstress leiden.

Das sagen die Psychologen der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN). Die meisten Eltern stecken es nicht einfach so weg, wenn ihre Kinder Probleme und Sorgen in der Schule haben. Sie leiden mit und machen sich zudem Gedanken um die berufliche Zukunft des Nachwuchses. Mit dem Wunsch, alles für den schulischen Erfolg zu tun, setzen sie sich häufig selbst unter Druck.

Wenn die Schule das Familienleben bestimmt

Wer sich allerdings nach einem langen Arbeitstag noch mit Hausaufgaben, dem Lernen für die nächste Klausur oder der Organisation teurer Nachhilfestunden auseinandersetzen muss, kann an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit kommen. „Die Schule und das Leistungsstreben werden damit zum Taktgeber in der Familie“, so die DGPPN. Das sorge auf Dauer für Konflikte, schlechte Stimmung und eine gereizte Atmosphäre. Manche Eltern belastet das so sehr, dass sie unter Symptomen wie Erschöpfung, Kopfschmerzen und Schlafstörungen leiden.

Der Rat der Psychologen in diesem Fall: Den Alltag entschleunigen, Zeit zum Nichtstun und für die Entspannung einplanen. Es sei wichtig, Freiräume für gemeinsame Aktivitäten zu schaffen, die nichts mit Schule und Lernen zu tun haben. So fördert man auch, dass das Kind außerschulische eigene Interessen entwickelt. Zudem kann es helfen, sich mit anderen Eltern auszutauschen.