Schlechter Schlaf ist schlecht für’s Herz

Schlafstörungen können das Herz schwächen. (Foto: Tomasz Trojanowski / Fotolia)
Schlafstörungen können das Herz schwächen. (Foto: Tomasz Trojanowski / Fotolia)

(dbp/spo) Wer unter Schlafstörungen leidet, hat ein größeres Risiko, eine Herzschwäche zu entwickeln.

Das teilt der Bundesverband Niedergelassener Kardiologen (BNK) mit und bezieht sich dabei auf die norwegische HUNT-Studie (Nord-Trondelag Health Study) mit über 54.000 Teilnehmern.

„Studienteilnehmer, die jede Nacht Ein- und Durchschlafprobleme hatten und mindestens einmal pro Woche berichteten, dass ihr Nachtschlaf nicht erholsam gewesen sei, entwickelten nach einer Beobachtungszeit von elf Jahren drei- bis viermal häufiger eine Herzschwäche“, sagt der BNK-Vorsitzende Dr. Norbert Smetak. In die Auswertung wurden auch andere bekannte Risikofaktoren wie Alkoholkonsum, Rauchen, Bluthochdruck, Übergewicht und Bewegungsmangel einbezogen.

Möglicherweise ist der Anstieg an Stresshormonen, zu dem ein Schlafmangel führt, für das erhöhte Krankheitsrisiko verantwortlich. Die Hormone beeinträchtigen die Herzfunktion, besonders die Pumpleistung des Herzens. Wer seinem Herzen etwas Gutes tun will, sollte also den Ursachen der Schlafstörung auf den Grund gehen und sie möglichst beseitigen. So tragen zum Beispiel regelmäßige Schlafenszeiten, viel Bewegung und eine Schlafumgebung ohne Störfaktoren zum guten Nachtschlaf bei.