Sanft und nebenwirkungsarm

Bereits seit 2007 zahlen die gesetzlichen Krankenkassen die Akupunkturbehandlung zur Linderung von chronischen Schmerzen der Lendenwirbelsäule. (Foto: Max Tactic / Fotolia)
Bereits seit 2007 zahlen die gesetzlichen Krankenkassen die Akupunkturbehandlung zur Linderung von chronischen Schmerzen der Lendenwirbelsäule. (Foto: Max Tactic / Fotolia)

Alternative Methoden bei Rückenbeschwerden.

(dbp/fru) Bei länger anhaltenden Rückenschmerzen wünscht man sich nichts sehnlicher, als wieder schmerzfrei zu sein. Wenn die Schulmedizin nach langwierigen Untersuchungen die Ursachen immer noch nicht gefunden hat und evt. sogar als letzten Ausweg eine Operation empfiehlt, kann es helfen, sich auch alternative Behandlungsformen anzuschauen. Diese müssen übrigens nicht unbedingt im Widerspruch zur Schulmedizin stehen, sondern können diese sinnvoll ergänzen. Es gibt nämlich auch viele Ärzte, die entsprechende Zusatzausbildungen für gängige alternative Verfahren wie Akupunktur, Osteopathie oder Homöopathie absolviert haben und somit Schulmedizin und Komplementärmedizin sinnvoll miteinander verbinden können.

Wirksamkeit der Akupunktur ist gut erforscht

In der Regel erstatten die Gesetzlichen Krankenkassen nur in Ausnahmefällen die Kosten für alternative Behandlungsmethoden. Da bei der Akupunktur laut Deutscher Ärztegesellschaft für Akupunktur (DÄGfA) gut dokumentierte Studien vorliegen und die Wirksamkeit teilweise deutlich über der herkömmlichen Standardversorgung liegt, bezahlen die gesetzlichen Krankenkassen seit 2007 die Akupunkturbehandlung zur Linderung von chronischen Schmerzen der Lendenwirbelsäule.

Hierfür müssen jedoch einige Kriterien erfüllt sein. Beispielsweise müssen die Schmerzen schon mindestens 6 Monate andauern und die Behandlung muss bei einem Arzt mit einer entsprechenden Zusatzausbildung durchgeführt werden. Dabei übernehmen die Krankenkassen die Kosten für zehn Sitzungen. In Ausnahmefällen können Patienten fünf weitere Termine in Anspruch nehmen. In weiteren Studien konnte laut DÄGfA auch gezeigt werden, dass die Akupunktur ebenso bei chronischem Nackenschmerzen und chronischen Rückenschmerzen zu einer Schmerzlinderung führt.

Kassen übernehmen teilweise auch Kosten für Homöopathie und Osteopathie

Wenn sich Patienten von einem Mediziner mit einer homöopathischen Zusatzausbildung beraten lassen, erstatten die gesetzlichen Krankenkassen die homöopathische Erst- beziehungsweise Folgeanamnese sowie die Beratung zur Auswahl der homöopathischen Mittel. Die Arzneien muss der Patient dann in der Regel aber selbst zahlen.

Der Deutsche Zentralverein Homöopathischer Ärzte weist darauf hin, dass aufgrund der Vielzahl der Ursachen für Rückenbeschwerden eine sorgfältige Diagnostik durch erfahrene Ärzte und gegebenenfalls auch Physiotherapeuten und Osteopathen sehr wichtig ist. Denn die unterschiedlichen Diagnosen würden auch sehr verschiedene Wahrscheinlichkeiten des Ansprechens einer homöopathischen Therapie beinhalten, weshalb Patienten unter Umständen viel Geduld bei der Behandlung aufgebringen müssten. In vielen Fällen sei die Homöopathie auch nur ein Teil des Behandlungskonzeptes und müsse durch physikalische, physiotherapeutische, arbeitsmedizinische, diätetische, schulmedizinische und psychologisch-psychotherapeutische Ansätze ergänzt werden.

Auch die Osteopathie kann bei Rückenschmerzen helfen. Diana Deuschle ist Heilpraktikerin aus Erding und weist darauf hin, dass bei Rückenschmerzen aufgrund von Verspannungen oder Fehlbelastungen die Erfolgsaussichten sehr gut seien. Aber auch Rückenschmerzen, die aufgrund eines Bandscheibenvorfalls bestehen, könnten mit Osteopathie oftmals sehr gut behandelt werden. Entscheidend dabei seien jedoch der Verlauf und der Schweregrad der Erkrankung. Auch hier beteiligen sich inzwischen immer mehr gesetzliche Krankenkassen im Rahmen freiwilliger Zusatzleistungen an den Kosten.

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