Säuglinge haben kürzere Schlafzyklen

Babys schlafen meist nur zwei bis drei Stunden am Stück. (Foto: Bilderbox)
Babys schlafen meist nur zwei bis drei Stunden am Stück. (Foto: Bilderbox)

(dbp/auh) Wenn kleine Kinder nachts kurz aufwachen, ist das ganz normal.

Darauf weist der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hin. Bei Kindern seien die REM-Schlafphasen (Rapid Eye Movement) häufiger als bei Erwachsenen. Der REM-Schlaf sei deutlich näher am Wachzustand als die sogenannten Non-REM-Phasen. Auch seien die Schlafzyklen insbesondere bei kleinen Kindern deutlich kürzer als bei Erwachsenen.

„Babys haben mit einem halben Jahr noch keinen geregelten Schlafrhythmus. Bei ihnen dauern die Schlafphasen meist 2 bis 3 Stunden. In ihren ersten Lebensmonaten brauchen Babys etwa 14 bis 16 Stunden Schlaf innerhalb eines 24-Stundentages“, erklärt Dr. Ulrich Fegeler, Kinder- und Jugendarzt sowie Bundespressesprecher des BVKJ. Manche Babys scheinen sogar die Nacht zum Tag machen zu wollen und möchten bevorzugt in der Nacht gefüttert sowie unterhalten werden.

Babys mit vier bis sechs Monaten brauchen tagsüber zusätzliche Ruhephasen. Ab einem Jahr genügt dann meist ein Mittagsschlaf. Ein zwei- bis fünfjähriges Kind benötigt im Durchschnitt zehn bis zwölf Stunden gesunden Schlaf. „Eltern sollten versuchen, frühzeitig in der Nacht für eine ruhige, leise und dunkle Atmosphäre zu sorgen. Vater oder Mutter sollten mit gedämpfter Stimme sprechen, um dem Kind zu signalisieren, dass nachts Schlafenszeit ist. Die Anwesenheit eines Elternteils kann beim Einschlafen helfen. Doch sollten Eltern ihr Kind bei Einschlafstörungen nicht auf den Arm oder mit ins elterliche Bett nehmen. Denn dann gewöhnt sich das Kind an diese Rituale und kann nicht mehr selbstständig einschlafen“, so Dr. Fegeler.