Rückenschmerzen vorbeugen

Wer bei der Hausarbeit ständig in gebückter Haltung arbeitet, riskiert Rückenschmerzen. (Foto: Fotolia / Elnur)
Wer bei der Hausarbeit ständig in gebückter Haltung arbeitet, riskiert Rückenschmerzen. (Foto: Fotolia / Elnur)

Im Alltag lauern viele Gefahren für den Rücken.

(iwg/fru) Da hat man zu Hause geputzt, gekocht und etwas Gartenarbeit verrichtet und schon wird man von Rückenschmerzen geplagt! Grundsätzlich muss das nicht sein, denn jeder kann Rückenschmerzen vorbeugen. Wenn man einige Punkte beachtet, kommt man sehr gut ohne Rückenschmerzen durch den Alltag. Gefahren für den Rücken gibt es jedenfalls zuhauf. Das fängt schon beim Einkauf an, wenn man sich bückt und z. B. schwere Getränkekisten immer „aus dem Rücken“ hochhebt. Rückenschonender wäre es, in die Knie zu gehen, den Rücken gerade zu halten und den Kasten dann hochzuheben. Dieses rückenschonende Heben sollte dann auch bei jeglicher Hausarbeit verinnerlicht werden.

Verspannungen durch falsche Haltung

Viele Verspannungen im Rücken kommen von einer falschen Haltung. Daher sollte auch darauf geachtet werden, wie man beim Kochen oder Bügeln steht. Wer dabei permanent den Rücken krümmt, sollte sich einfach zwischendurch mal kurz hinsetzen und den Rücken strecken. Das kann schon helfen. Besser ist es, Herd, Backofen oder Bügelbrett schon so zu kaufen bzw. einzustellen, dass man sich nicht so krumm machen muss. Auch beim Staubsaugen, Wischen, Wäsche aufhängen und anderen Hausarbeiten sollte man ruhig mal auf die Haltung achten.

Auch Gartenarbeit kann gehörig aufs Kreuz gehen und Verspannungen im Rücken verursachen. Hier kommt es darauf an, zunächst leichtere Tätigkeiten auszuführen, bei denen man sich bewegt und alle Muskeln langsam aufwärmen kann und zwischendurch immer wieder kleine Pausen einzulegen. Statische und einseitige Bewegungen sollte man zunächst vermeiden. Auch beim Transport von Blumenerde, Steinen, etc. sollte man lieber mit Köpfchen arbeiten und für den Transport z. B. eine Schubkarre benutzen. Der Rücken wird`s danken. Zudem können Hochbeete angelegt werden, die eine angenehme Arbeitshöhe ermöglichen. Und nicht zuletzt sind auch die verwendeten Gartengeräte entscheidend. So gibt es z. B. bei fast allen Gartengeräten in der Länge verstellbare Stiele oder für Hecken- und Baumstutzarbeiten sogenannte Teleskopsägen.

Rückenschmerzen durch falsche Schuhe und schwere Taschen

Darüber hinaus können auch manche Taschen dem Rücken schaden. Ein Beispiel sind die besonders bei Jüngeren im Trend liegenden übergroßen Umhängetaschen, die zum Vollpacken geradezu einladen. Einseitig über die Schulter gehängt, bringen schwere Taschen die Wirbelsäule aus dem Gleichgewicht. Wer seine Tasche auf einer Schulter trägt, spannt die Muskulatur automatisch an, damit der Trageriemen nicht abrutscht. Die Schulter sollte deshalb öfter gewechselt oder der Riemen quer über der Brust getragen werden, damit das Gewicht besser verteilt wird. Die gleiche Problematik gibt es übrigens bei Laptop-Taschen.

Zu den Feinden der Wirbelsäule gehören auch hochhackige Schuhe. Ein extrem hoher Absatz kann langfristig den Fuß verformen und die Achillessehne verkürzen. Außerdem hat die unnatürliche Haltung negative Auswirkungen auf die Stellung der Wirbelsäule. Rückenfreundliche Schuhe sollten beim Gehen das Abrollen des Fußes ermöglichen und genügend Platz für die Zehen bieten. Um Rückenproblemen vorzubeugen, lohnt es sich, öfter mal den Schuh zu wechseln oder zwischendurch barfuß zu laufen. Wer diese Tipps beherzigt, hat schon ein deutlich geringeres Risiko, von Rückenschmerzen heimgesucht zu werden.