Rückenschmerzen können schon im Kindesalter auftreten

Videogames spielen macht zwar Spaß. Es sollte aber nicht dazu führen, dass Kinder sich nicht mehr genug bewegen und dadurch Rückenschmerzen bekommen. (Foto: flairimages / Fotolia)
Videogames spielen macht zwar Spaß. Es sollte aber nicht dazu führen, dass Kinder sich nicht mehr genug bewegen und dadurch Rückenschmerzen bekommen. (Foto: flairimages / Fotolia)

(dbp/fru) Länger anhaltende Symptome sollten unbedingt von einem Arzt abgeklärt werden.

Dass es mal im Rücken zwickt, kennen Erwachsene zuhauf. Aber auch Kinder und Jugendliche können bereits von Rückenschmerzen betroffen sein. Wenn die Schmerzen sich über mehrere Wochen hinziehen und deshalb zum Beispiel auch Schlafstörungen auftreten, sollte der Kinder- und Jugendarzt aufgesucht werden, um den Ursachen auf den Grund zu gehen. Denn lang anhaltende Rückenschmerzen können ein Hinweis auf entzündliche Vorgänge, Haltungs- oder Wachstumsstörungen sowie Fehlbelastungen sein.

Oft steckt zu wenig Bewegung dahinter

Der Lebensstil von Jugendlichen hat sich in den letzten Jahren geändert.   Stundenlange sitzende Tätigkeiten – vor allem am Computer – und mangelnde Bewegung können zu schmerzhaften Muskelverspannungen führen. Aber auch schwere oder falsch getragene Schulranzen (zum Beispiel nur über eine Schulter) können Fehlhaltungen begünstigen. Vorbeugend kann regelmäßige Bewegung helfen, die möglichst viele Muskelgruppen anspricht, rät der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Auch der Arbeitsbereich sollte so gestaltet sein, dass Kinder und Jugendliche keinen Rundrücken machen müssen. Die natürliche S-Form des Rückens, das heißt, die Neigung im Nacken und unteren Rücken sollte aufrechterhalten bleiben.

Auf Fragen beim Arzt vorbereitet sein

Wenn der Besuch beim Arzt ansteht, sollte man sich im Vorfeld über folgende Fragen Gedanken machen und diese beantworten können:

  • Wo befindet sich der Schmerz?
  • Wann ist er zum ersten Mal aufgetreten?
  • Gab es im Vorfeld eine Verletzung?
  • Hält der Schmerz ununterbrochen an oder verschwindet er immer wieder?
  • Was verschlimmert den Schmerz und was lindert ihn?
  • Hat oder hatte das Kind Fieber?

Neben der Beantwortung dieser Fragen ist auch eine gründliche körperliche Untersuchung für eine genaue Diagnose wichtig. Der Arzt wird unter anderem bestimmte Bewegungstests machen sowie Kraft und Muskelreflexe prüfen. Aber auch psychosoziale Faktoren, wie beispielsweise Konflikte im Familienumfeld, Überforderung und mangelnde Anerkennung können zu Rückenschmerzen führen. Daher wird auch diesbezüglich nachgefragt. Erst wenn eine genaue Diagnose erstellt wurde, können geeignete Behandlungsschritte eingeleitet werden – und diese können von ein paar Tagen Pause bis zu einer Operation reichen.

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