Röntgen, CT und MRT

Anhand einer Magnetresonanztomographie (MRT) lassen sich insbesondere rheumatisch-entzündliche Erkrankungen an den Gelenken gut beurteilen. (Foto: Fotolia / eyetronic)
Anhand einer Magnetresonanztomographie (MRT) lassen sich insbesondere rheumatisch-entzündliche Erkrankungen an den Gelenken gut beurteilen. (Foto: Fotolia / eyetronic)

Bildgebende Verfahren bei der Diagnose von Gelenkproblemen.

(dbp/fru) Gelenkschmerzen können viele Ursachen haben. Viele denken zunächst an Arthrose oder Arthritis. Aber auch rheumatische Erkrankungen, bakterielle Infektionen der Gelenke, Osteoporose (Knochenschwund) oder Schilddrüsen-Probleme können ebenfalls Gelenkschmerzen verursachen. Ohne eine genaue Diagnose lässt sich die zugrunde liegende Erkrankung nicht umfassend behandeln. Deshalb macht sich der Arzt zunächst im persönlichen Gespräch auf die Suche nach der möglichen Ursache der Beeinträchtigung oder des Schmerzes. Zudem erfolgt eine körperliche Untersuchung, bei der unter anderem die Gelenkform, die Beweglichkeit des Gelenks und mögliche Schwellungen untersucht werden.

Blick unter die Haut

Meistens muss eine differenziertere Diagnostik erfolgen, um einen genaueren Einblick in den Körper zu erlangen. Hierzu werden heutzutage bildgebende Verfahren wie Röntgen, Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) eingesetzt. Mit der Entdeckung der Röntgenstrahlen Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Grundstein gelegt, um ins menschliche Innere sehen zu können. Röntgenstrahlen sind für Menschen unsichtbar, jedoch hinterlassen sie auf Fotoplatten eine schwarze Färbung. Je nachdem, wie dicht der Stoff war, den sie zuvor durchdrungen haben, wird diese zu Graustufen abgeschwächt.

Viele Gewebe haben jedoch eine ähnliche Dichte, sodass sie im Röntgenbild homogen erscheinen. Knochen oder die Luft in der Lunge lassen sich beispielsweise wegen des hohen Dichteunterschieds sehr gut abbilden, wohingegen Blutgefäße praktisch nicht zu erkennen sind. Gelenkknochen lassen sich also mittels Röntgen gut darstellen. Degenerative Veränderungen eines Gelenkes (wie z. B. bei der Arthrose) werden durch Begutachtung des Gelenkspaltes und von knöcherner Anbauten somit gut erkannt. Die Untersuchung dauert nur wenige Sekunden, geht aber mit einer relativ hohen Strahlendosis einher.

Es geht auch strahlenfrei

Der Einsatz von Strahlen wurde 1972 zur Computertomographie (CT) weiterentwickelt. Der Patient wird hier von einer Röntgenröhre und den zugehörigen Detektoren umkreist. Dabei werden verschiedene „Scheiben“ von dem zu untersuchenden Bereich erstellt, aus denen der Computer ein dreidimensionales Bild errechnet. So können z. B. mit einem CT bei Knochenbrüchen auch wichtige Informationen über Gelenkverletzungen als Vorbereitung auf eine eventuelle Operation gesammelt werden. Um optimal scharfe Bilder zu erhalten, muss der Patient während des Vorgangs ruhig liegen und manchmal kurz die Luft anhalten. Je nach aufgenommenem Bereich, dauert die Prozedur zwischen zwei und zehn Minuten.

Im Laufe der 1980er Jahre verbreitete sich in Deutschland zusätzlich eine andere bildgebende Methode, die im Unterschied zu Röntgen und CT keine Strahlung einsetzt: die Magnetresonanztomographie (MRT). Auch sie erzeugt Schnittbilder des menschlichen Körpers, die computergesteuert zu einer räumlichen Darstellung errechnet werden – jedoch anhand von Magnetfeldern. Damit lassen sich insbesondere rheumatisch-entzündliche Erkrankungen an den Gelenken gut beurteilen. Da es ohne Strahlung auskommt, hat das Verfahren nahezu keine Nebenwirkungen. Allerdings sind für Träger von Herzschrittmachern oder Implantaten einige Sicherheitsvorkehrungen zu beachten. Aus Sicherheitsgründen werden auch Frauen im ersten Schwangerschaftsdrittel nicht untersucht, im späteren Verlauf der Schwangerschaft gilt die MRT dann als ungefährlich.

Eine Kommentar schreiben

Ihre Emailadresse wird nicht veröffentlicht! Erforderliche Felder sind mit einem * gekennzeichnet.

Sie können folgende HTML Tags und Attribute verwenden:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>